ES GEHT NUR DE-E S K A L A T I O N

Wenn wir über Frieden reden und die Friedensuniversität gründen, dann müssen wir auch global Zeichen setzen!

Wie die aussehen könnten? Dieser Beitrag – ein Gedankengang von Hans Wolf dem Verfasser unserer Berliner Kommentare!

Berlin, Darmstadt, Willroth, 10. Augus 2017 – Die Initiatoren der Heinrich Schirmbeck Friedensuniversität! de Eskalation

Nordkorea 2011
Im Dezember übernahm Kim Jong-un nach dem Tod seines Vaters Kim Jong-il die Staatsspitze der Demokratischen Volksrepublik Korea. Aus Sicht der neuen Führung ist 2011 ein richtungsweisendes Jahr.

Was in Europa 2011 als „arabischer Frühling“ wenn nicht gefeiert so doch wenigstens begrüßt wurde, ist aus der Sicht des nordkoreanischen Diktators in höchstem Maße bedrohlich.
Im Rahmen des Bürgerkriegs in Libyen wurde der Diktator Gaddafi im Oktober 2011 ermordet.

Libyen hatte im Jahre 2003 seinen Verzicht auf Massenvernichtungswaffen erklärt, im Jahr 2004 verzichtete Staatschef Gaddafi auf die (weitere) Entwicklung von Atomwaffen. Im Gegenzug versprachen ihm die westlichen Demokratien Hilfe und wirtschaftliche Unterstützung.

Aber auch in Tunesien und Ägypten werden die Inhaber der Macht gewaltsam gestürzt. Syrien steht kurz vor dem Ausbruch des Bürgerkriegs, dessen Folgen Europa spätestens in den Flüchtlingsströmen 2015 erreichen.

Nordkorea 2017

Aus der Sicht der Nordkoreanischen Führung garantiert alleine die Positionierung als Atommacht die Sicherheit des Staates.

Öffentlichen Äußerungen zufolge bezieht die Führung um Kim Jong-un den Untergang der Sowjetunion (Abrüstungsvereinbarungen) sowie die Entwicklung im Irak in ihre Analyse mit ein.

Nordkorea/Asien – USA/Europa/Afrika

Provokation und Konfrontation – seien es Worte seien es Taten – können diesen Konflikt in der Spirale der Gewalt nur immer schneller an die Spitze treiben. Darunter wird der gesamte Globus leiden und egal, wie dies ausgehen mag, es wird keinem von uns danach besser gehen.

Wir fordern daher alle Verantwortlichen in den Regierungen der Welt auf, ihre diplomatischen Künste und Kräfte dahingehend zu bündeln, dass der Konflikt Kim Jong-un / Donald Trump in unser aller Interesse zeitnah beigelegt werden kann.

Recherche: New York Times vom 25.03.2011, Dossier ARD Jahresrückblick 2011, Archiv Spiegel-Online

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Der Optimismus der 90 er

 

aus der Reihe Berliner Kommentare von Hans Wolf

Im Optimismus der 90er Jahre hielten wir dies für überwunden:

„Die gegenwärtige Industriegesellschaft ist eine Rüstungsgesellschaft.
Ihre Produktivität nährt sich nicht zum wenigsten aus dem Zerstörungspotenzial, durch welches sie die übrige Welt,
die Welt der Armen, Hungernden und Entrechteten,
aus Profitgründen destabilisiert.“

Die Gegenwart belehrt uns eines Besseren. Darum:
Die Vision der Vereinigten Co-Operativen Nationen ist im Sinne der Kulturform der Genossenschaften unsere gelebte Antwort auf diese Frage:

Für ein Weltgleichgewicht des Vertrauens!

Unser Ziel ist es, die Gefangenschaft des Systems gemeinschaftlich zu überwinden.

Wir sehen darin eine Antwort auf die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Erde und unserer Zeit.

Als solidarische Gemeinschaft mit einer demokratisch strukturierten Beteiligung unserer Mitglieder stehen wir für Werte wie Vertrauensbildung, gemeinschaftliche Selbsthilfe, wertschätzende Selbstorganisation und Selbstverantwortung ein.

UNITED CO-OPERATIVE NATIONS | HUMAN EDEN
im MAI 2017

Quelle: Heinrich Schirmbeck in: Schaffen wir das Jahr 2000? Hrsg. Gerd E. Hoffmann. Düsseldorf 1985

Was sind Meistererzählungen?

Auf die Frage „Was sind Meistererzählungen“ stellte Hans Wolf, aktiver Mitbegründer  der Heinrich Schirmbeck Universität und der Heinrich Schirmbeck Akademie, in einem literarischen Forum folgendes Fest:

Erzählung eines Meisters: „Das Spiegellabyrinth“
von Heinrich Schirmbeck

„Eine Frau soll sich nicht vor Spiegeln fürchten! Der Spiegel ist der aufrichtigste Freund der Frau, ihr treuester Diener.“

Wir folgen beim Lesen dieser Zeilen dem ernsten Spiel des Essayisten:
einem Spiel mit der Wahrnehmung, der Wirklichkeit und dem Anschein.
Aus stetig wechselnden Blickwinkeln erleben wir die Spiegel-Bilder von Körper und Raum, dem Ich und dem Gegenüber-Ich.

„Mit dem Augenblick, da wir in den Bereich der Spiegel getreten waren, fühlte ich eine andere, feindliche Welt Macht über uns gewinnen. Es war als lösten sich unsere körperlichen Erscheinungen auf …..“

Wahrlich eine Meistererzählung!

Begeben wir uns doch mal – in Gedanken – in eben jenes Spiegellabyrinth und erforschen unsere Welt aus stetig sich wechselnden Blickwinkeln.

Spielen wir doch Schirmbeck’s Spiel der Wahrnehmung, der Unwirklichkeit und des Scheinens.

Hat denn wirklich eine feindliche Welt Macht über uns gewonnen? Die feindliche Welt der Gier und Habgier vielleicht? Die menschenfeindlichen Welten des Geldes und unentwegten Gewinnstrebens?

Vielleicht bringt uns „Das Spiegellabyrinth“ derart zur Besinnung,
dass wir selbst erkennen, wie viel SELBST-Verantwortung und SELBST-Bestimmung wir bereits an die andere Welt abgegeben haben.
Hat sie uns nicht auch die SELBST-Verwaltung und damit die SELBST-Hilfe genommen?

Wir begeben uns mit der Errichtung der Heinrich-Schirmbeck-Friedensuniversität gemeinschaftlich auf den Weg in dieses Spiegellabyrinth.
Wir finden als MIT-Unternehmerinnen fundamental andere Methoden der Wahrnehmung des Umgangs der Menschheit mit ihrem Planeten und sich selbst.

HEINRICH-SCHIRMBECK-FRIEDENSUNIVERSITÄT
im MAI 2017

Heinrich Schirmbeck: „Das Spiegellabyrinth“ in:
Die Pirouette des Elektrons, Meistererzählungen, Ullstein 1982, S.37-61, Zitate von S.57,58

Gedanken zur Europäischen Genossenschaft mit Blick auf Griechenland

„Für eine Welt der Hoffnung“

Die Entwicklung der vergangenen Jahre sowohl auf dem Globus als auch auf dem europäischen Kontinent, haben uns in der Einschätzung dessen, was wir mit HUMAN EDEN | UNITED CO-OPERATIVE NATIONS erreichen wollen und können, durchaus bestätigt.

Werfen wir doch gemeinsam einen Blick auf die Entwicklung in Griechenland: die Historie der griechischen Agrarwirtschaft ist geprägt von zwei herausragenden – wenn auch völlig unterschiedlichen – Herangehensweisen.

Einen ersten Meilenstein dieser europäischen Kulturgeschichte gemeinschaftlichen Handelns finden wir in Ambelakia. >>Wer den Ort Ambelakia heute in Griechenland sucht, wird Mühe haben. Obwohl nur wenige Kilometer vom bereits seit der Antike gerühmten mythischen Tempe-Tal und der heute verkehrsreichen Autobahn Thessaloniki-Athen entfernt, liegt dieser Berghort verschlafen am Hang des Ossa, gegenüber der wunderbare Blick auf den Götterberg Olymp. Vor 200 Jahren lebten hier 6000 Menschen und es gab eine reiche kulturelle Vielfalt, die in ihren verwirklichten Idealen von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit in dieser Form nirgendwo im Übrigen damaligen Europa ihresgleichen fand.<<(3)

Dieser Meilenstein steht für den Mut, die bestehende Situation aus einer anderen als der gewohnten Perspektive fortschrittlich anzupacken. Während in Europa weitgehend das Handeln von der Denkweise des Absolutismus geprägt ist, wagt eine griechische Gemeinde den Schritt zu mehr Selbstverantwortung, Selbstverwaltung und Selbstbestimmung:

>>Die Koine Syntrophia, wie die Gemeinsame Gesellschaft sich dann 1795 nennt, gibt sich in Ambelakia eine fortschrittliche Verfassung, die vieles vorwegnimmt, was die revolutionäre Verfassung Frankreichs noch nicht bedachte und erst die französischen Sozialutopisten forderten: z.B. das Recht auf Ausbildung, eine Altersrente, eine Kranken- und Armenfürsorge, die ökonomische Teilhabe aller in Form von Aktien, am erarbeiteten Mehrwert und die damit verbundene Mitentscheidung für alle, Mann, Frau, ja selbst Kind. Die Regeln der Teilhaber sind streng. Nur Angehörige aus Ambelakia können Anteile zeichnen und nur eigenes Kapital darf verzinst werden. Kein fremdes Kapital darf aufgenommen werden. Ein Austritt aus der Gesellschaft kann nur in Ambelakia erfolgen und nur zwei Bevollmächtigte der Genossenschaft dürfen die Bücher einsehen. Sollte ein Mitglied Verwirrung, Unruhe und Schaden verursachen, soll er von der Genossenschaft ausgeschlossen werden und der von ihm bedingte Schaden ihm angerechnet werden und er soll sein Kapital nur nach der nächsten Bilanz erhalten, wenn er eine schriftliche Erklärung abgibt, dass damit alle seine Forderungen abgegolten sind.<<(3)

Diese in ihrer Zeit durchaus fortschrittliche Herangehensweise führte die Gemeinschaft zu großem – fast europäischen – Erfolg. Der britische Diplomat D. Urquardt berichtet uns 1830 anlässlich seines Besuches an diesem Ort:

>>Das einzige Geheimnis seines Aufblühens bestand in der trefflichen Festlegung der Interessen, in der freien Wahl seiner Beamten, in der unmittelbaren Nachrechnung der Ausgaben und folgenderweise in der Vereinigung der Interessen durch den gemeinsamen Druck der Lasten und in der Vereinigung der Sympathien durch das sanfte Fortwirken des einfachen Mechanismus.<<(3)
Mit dem riesigen Erfolg verließ die Gemeinschaft die fortschrittliche Ausgangsbasis und erlag den Verlockungen der Aktiengesellschaft – mit den Worten des britischen Diplomaten: >>Misstrauen, Neid und Eigennutz, all die kleinen zänkischen Leidenschaften haben schon die Fundamente dieser Neuen Gesellschaften unterminiert und es ist vorhersehbar, dass diese Companie nur eine vorübergehende Erscheinung sein wird.<<(3)
In der Folge verließen die Arbeiter, Bauern und Händler ihren fortschrittlichen Weg und trampelten die immer breiter werdenden Pfade der Industrialisierung und des (Früh-)Kapitalismus.
Ansätze zu einer Stärkung der landwirtschaftlichen Gemeinschaft durch gegenseitige Selbsthilfe in Selbstverantwortung und Selbstverwaltung finden wir dann wieder in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
>>Hierbei handelt es sich um den Weg des griechischen Bauern vom landlosen Hörigen des Großgrundbesitzes zum auf eigener Scholle tätigen kleinbäuerlichen Eigenbesitzer. Zum anderen geht es um die Befreiung des griechischen Bauern vom Wucherer und seine Eingliederung in die moderne Kreditwirtschaft, d.h. um den Aufbau des Agrarkreditwesens in Griechenland. Schließlich ist von besonderer Bedeutung die Heranführung des griechischen Bauern an die neuzeitliche Form der Zusammenarbeit mit seinesgleichen, d.h. der Aufbau des Genossenschaftswesens.<<(4)

Wenngleich der Aufbau des griechischen Agrarkreditwesens für eine gewisse (scheinbare) Stabilität zum Start ins 21. Jahrhundert geführt hatte, so kam zum Ende der ersten Dekade dieses neuen Jahrtausends doch der (gesamt-)wirtschaftliche Zusammenbruch Griechenlands in der europäischen Staatengemeinschaft.

Die gemeinsame Bewältigung der Krise fand und findet mit den traditionellen Mitteln und Wegen der sogenannten internationalen Staatengemeinschaft statt.

An dieser Stelle erlauben wir – HUMAN EDEN | UNITED CO-OPERATIVE NATIONS – uns die Fragestellung: ist das wirklich eine GEMEINSCHAFT ? oder nicht vielmehr ein Zweckbündnis zur Erreichung individueller Interessenslagen?

Einen bilateralen Ansatz haben die Regierungen Griechenlands und Deutschlands innerhalb der Europäischen Union im Jahr 2010 gefunden:

Die Deutsch-Griechische Versammlung (DGV) soll ein Netzwerk aus Kommunen, Zivilgesellschaft und Wirtschaft zwischen Deutschland und Griechenland werden. Im Mittelpunkt der DGV stehen die Zusammenarbeit und der Informationsaustausch zwischen deutschen und griechischen Kommunen, Regionen und Bürgern mit konkreten Projekten vor allem auf kommunaler Ebene.(1)
Die DGV arbeitet überparteilich. Sie soll mit ihrer Arbeit dazu beitragen, bestehende Vorurteile infolge der wirtschaftlichen und medialen Krise zwischen beiden Ländern abzubauen, die deutsch-griechischen Beziehungen zu verbessern und den europäischen Gemeinschaftsgedanken nachhaltig zu verankern.(1)
Im November 2016 fand auf dem Peleponnes die sechste Jahreskonferenz mit über 400 Vertretern der Zivilgesellschaft aus Griechenland und Deutschland statt.
>>Alexis Bakouros vom griechischen Landwirtschaftsministerium betonte in seinem Statement, dass die griechische Regierung beabsichtige, das Genossenschaftswesen auf neue gesetzliche Grundlagen zu stellen, um mit den schlechten Gewohnheiten der Vergangenheit aufzuräumen und die Leistungsfähigkeit von Agrargenossenschaften zu erhöhen. <<(2)
>>Yannis Grypiotis, Bürgermeister von Evrotas / Lakonia, hob in seinem Beitrag die Notwendigkeit hervor, landwirtschaftliche Genossenschaften durch die Kommunen gezielt zu unterstützen und das Vertrauen der Bauern in die Genossenschaften gezielt zu stärken.<<(2)
Im Sinne von HUMAN EDEN | UNITED CO-OPERATIVE NATIONS müssen wir zu tatsächlich gemeinschaftlichem Handeln mit einer fortschrittlichen Herangehensweise gelangen. Ein Instrument liegt für uns griffbereit auf dem Tisch: die Europäische Genossenschaft, auch Societas Cooperativa Europaea (SCE) auf Latein.
Für die Erreichung unserer Ziele fordern wir eine andere Herangehensweise an die Aufgaben als es bisher geschah. Dabei sehen wir keinen Platz für absoluten Egoismus, absolute Gier und individuelles Machtstreben.
Um mit Heinrich Schirmbeck zu sprechen: FÜR EIN WELTGLEICHGEWICHT DES VERTRAUENS!
UNITED CO-OPERATIVE NATIONS | HUMAN EDEN im März 2017
Datenquellen:
(1)https://de.wikipedia.org/wiki/Deuts… – aufgerufen am 04.03.2017
(2)http:// www2.hss.de/internationale-arbeit/t… – aufgerufen am 04.03.2017
(3) Ein Bericht von ◆Ulrich Bernhardt◆ aufgerufen auf http:// photopedia.info/ – aufgerufen am 05.03.2017
(4)aus: Existenzfragen des griechischen Bauerntums – Agrarverfassung, Kreditversorgung und Genossenschaftswesen von Dr. Friedrich Karl Kienitz, Berlin 1960