„Literatur wie ich Sie verstehe“ Heinrich Schirmbeck

Heinrich Schirmbeck: „Literatur wie ich sie verstehe, ist kein beziehungsloses Wortkunstwerk, sondern in ihrer potentiell-zeugenden Struktur ein das Leben mitgestaltendes Element der Welt. In diesem Sinne bekenne ich mich zur untrennbaren Einheit von Leben und Werk des Autors. Das Grundkriterium aller Literatur ist für mich die Wahrheit. Diese Wahrheit aber kann sich sowohl für den Autor als auch für den Leser nur aus der Zusammenschau von Text und Intention ergeben. Das heißt: die existentielle Situation des Autors, die notwendigerweise im Vorhinein seine Weltsicht mitbestimmt, formt auch die Wahrheit und Überzeugungskraft seines Werks. Der Text an sich ist lediglich ein schillernder Komplex unendlicher Ausdeutungen. Seine Bestimmtheit gewinnt er erst in dem existentiellen Kontext, in den er einverwoben ist“.

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 Heinrich Schirmbeck: „Die Literatur und die Ethik des Lebens“
Die gegenwärtig noch andauernde Phase des Güterüberflusses, wie wir ihn in der westlichen Industrie-Gesellschaft erleben kann nur eine illusionäre Übergangsphase sein. Wenn wir künftig in einer befriedeten Welt leben wollen, werden wir nicht umhinkommen, den Menschen der unterentwickelten Länder dabei zu helfen, eine Infrastruktur aufzubauen, die für ausreichende Nahrungs- und Güterproduktion erforderlich ist.
Diese Hilfe werden wir nicht ohne eigene Einschränkungen leisten können. Dem Zeitalter des Überflusses wird ein Zeitalter der internationalen Anstrengung, des Verzichts und Opfers, mit anderen Worten:
Ein Zeitalter kooperativer Investitionen zu Lasten des eigenen Konsums folgen müssen, falls die Welt nicht im Chaos eines globalen Klassenkampfes der Elenden, der Hungernden und Entrechteten gegen die Satten Verschwender versinken will. Die Verbreitung atomarer Technologie, die die Fähigkeit zur Herstellung militärisch verwendbaren Spaltmaterials einschließt gibt dieser Zukunftsaussicht einen düsteren Aspekt.
Die in der Zukunft notwendig werdenden Beschränkungen der Reichen für die Armen wäre dann die selbstgewählte Askese. Hier böte sich die Gelegenheit zur Entfaltung all der ehemaligen Tugenden wie Nächstenliebe, Selbsthingabe, Ritterlichkeit, Kameradschaft, Hilfsbereitschaft, Ich-transzendenz im Dienste des Weltfriedens.
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Das Zeitalter der Masse ist das Zeitalter ohne Liebe, weil es das Zeitalter des Vermischten, des Undeutlichen, des Amorphen ist. Die Dinge sind deshalb gestaltlos geworden, weil sie potentiell atomisiert sind. Eine bloße Zusammenballung von Atomen ist immer amorph, gestaltlos; Was eigentlich gestaltet sein sollte, tritt uns aber nur deshalb als Amorphes entgegen, weil wir selber bereits atomisierte Masse sind. Das ist eine der geheimen Entsprechungen unserer Zeit
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Was sind Meistererzählungen?

Auf die Frage „Was sind Meistererzählungen“ stellte Hans Wolf, aktiver Mitbegründer  der Heinrich Schirmbeck Universität und der Heinrich Schirmbeck Akademie, in einem literarischen Forum folgendes Fest:

Erzählung eines Meisters: „Das Spiegellabyrinth“
von Heinrich Schirmbeck

„Eine Frau soll sich nicht vor Spiegeln fürchten! Der Spiegel ist der aufrichtigste Freund der Frau, ihr treuester Diener.“

Wir folgen beim Lesen dieser Zeilen dem ernsten Spiel des Essayisten:
einem Spiel mit der Wahrnehmung, der Wirklichkeit und dem Anschein.
Aus stetig wechselnden Blickwinkeln erleben wir die Spiegel-Bilder von Körper und Raum, dem Ich und dem Gegenüber-Ich.

„Mit dem Augenblick, da wir in den Bereich der Spiegel getreten waren, fühlte ich eine andere, feindliche Welt Macht über uns gewinnen. Es war als lösten sich unsere körperlichen Erscheinungen auf …..“

Wahrlich eine Meistererzählung!

Begeben wir uns doch mal – in Gedanken – in eben jenes Spiegellabyrinth und erforschen unsere Welt aus stetig sich wechselnden Blickwinkeln.

Spielen wir doch Schirmbeck’s Spiel der Wahrnehmung, der Unwirklichkeit und des Scheinens.

Hat denn wirklich eine feindliche Welt Macht über uns gewonnen? Die feindliche Welt der Gier und Habgier vielleicht? Die menschenfeindlichen Welten des Geldes und unentwegten Gewinnstrebens?

Vielleicht bringt uns „Das Spiegellabyrinth“ derart zur Besinnung,
dass wir selbst erkennen, wie viel SELBST-Verantwortung und SELBST-Bestimmung wir bereits an die andere Welt abgegeben haben.
Hat sie uns nicht auch die SELBST-Verwaltung und damit die SELBST-Hilfe genommen?

Wir begeben uns mit der Errichtung der Heinrich-Schirmbeck-Friedensuniversität gemeinschaftlich auf den Weg in dieses Spiegellabyrinth.
Wir finden als MIT-Unternehmerinnen fundamental andere Methoden der Wahrnehmung des Umgangs der Menschheit mit ihrem Planeten und sich selbst.

HEINRICH-SCHIRMBECK-FRIEDENSUNIVERSITÄT
im MAI 2017

Heinrich Schirmbeck: „Das Spiegellabyrinth“ in:
Die Pirouette des Elektrons, Meistererzählungen, Ullstein 1982, S.37-61, Zitate von S.57,58

Demokratisch legitimierte Zusammenarbeit über nationale Grenzen hinweg

Ein Beitrag von Hans Wolf, Berlin

Als solidarische Gemeinschaft mit einer demokratisch strukturierten Beteiligung unserer Mitglieder stehen wir – UNITED CO-OPERATIVE NATIONS | HUMAN EDEN für Werte wie Vertrauensbildung, gemeinschaftliche Selbsthilfe, wertschätzende Selbstorganisation und Selbstverantwortung ein. Wir bestreben, die sozialen und kulturellen Belange unserer Mitglieder über nationalstaatliche Grenzen hinweg zu fördern – mit als sozial gerecht empfundener Teilhabe unserer Mitglieder an wirtschaftlichen Werten.

Jürgen Habermas schreibt dazu im November 2016: >>Die durchaus globalisierungsfreundliche Agenda im Sinne einer politischen Gestaltung der wirtschaftlich und digital zusammenwachsenden Weltgesellschaft ist gar nicht mehr zu unterscheiden von der neoliberalen Agenda der Abdankung der Politik vor der Erpressungsmacht der Banken und der unregulierten Märkte.<<
Dieser Satz führt uns zurück zu den grundlegenden Überlegungen, die unter anderem seinerzeit zu dem Projekt HUMAN EDEN geführt hatten: die Vision einer solidarischen Gemeinschaft mit einer demokratisch strukturierten Beteiligung ihrer Mitglieder, ohne dass Großmächte oder gar Vetomächte die Ge-MEINschaft dominieren.
In unserer Ablehnung sind wir uns einig: die Vereinten Nationen UN als internationales Vertragsregime sind so aufgebaut, dass sie genau dann handlungsfähig sind, wenn die Großmächte sich einig sind.
Wir lesen Jürgen Habermas: >>Man kann sich fragen, warum die linken Parteien den Kampf gegen soziale Ungleichheit nicht offensiv, auf dem Weg zu einer supranational koordinierten Zähmung der unregulierten Märkte führen wollen. Als vernünftige Alternative – sowohl zum Status quo des verwilderten Finanzmarktkapitalismus wie zum Programm des „völkischen“ oder des linksnationalen Rückzugs in die vermeintliche Souveränität längst ausgehöhlter Nationalstaaten – bietet sich aus meiner Sicht nur eine supranationale Zusammenarbeit an, die das Ziel einer sozialverträglichen politischen Gestaltung der wirtschaftlichen Globalisierung verfolgt. Dafür reichen internationale Vertragsregime nicht aus; denn ganz abgesehen von deren zweifelhafter demokratischer Legitimation können politische Entscheidungen über verteilungsrelevante Fragen nur in einem festen institutionellen Rahmen implementiert werden. Daher bleibt nur der steinige Weg einer institutionellen Vertiefung und Verankerung einer demokratisch legitimierten Zusammenarbeit über nationale Grenzen hinweg.<<
Weiter:
>>Als Fukuyama nach der Wende von 1989/90 den ursprünglich auf einen grimmigen Konservativismus gemünzten Slogan vom „Posthistoire“ aufgriff, drückte sich in seiner Umdeutung der kurzsichtige Triumphalismus westlicher Eliten aus, die dem liberalen Glauben an eine prästabilisierte Harmonie von Marktwirtschaft und Demokratie anhingen. Diese beiden Elemente prägen die Dynamik der gesellschaftlichen Modernisierung, verbinden sich aber mit funktionalen Imperativen, die immer wieder in Konflikt geraten. Der Ausgleich zwischen kapitalistischem Wachstum und einer auch nur halbwegs als sozial gerecht akzeptierten Teilhabe der Bevölkerung am durchschnittlichen Wachstum hoch produktiver Wirtschaften konnte nur durch einen demokratischen Staat herbeigeführt werden, der diesen Namen verdient. Eine solche Balance, die erst den Namen „kapitalistische Demokratie“ rechtfertigt, war aber, historisch gesehen, eher die Ausnahme als die Regel. Schon deshalb war die Idee einer globalen Verstetigung des „amerikanischen Traums“ eine Illusion.<<
Die Vereinigten Co-Operativen Nationen | Human Eden pflegen und entwickeln die Kulturform der Genossenschaftsidee – und finden darin eine basisdemokratische Legitimation verbunden mit der Förderung ihrer Mitglieder in sozialen und kulturellen Belangen, also weit über die gemeinsamen Interessen des Erwerbs oder Wirtschaftens hinaus.
Als völkerverbindende Wertegemeinschaft finden wir unsere Identität in der Sicherung unserer Zukunft durch eine globale Friedenspolitik sowie eine solidarische Ökonomie und Ökologie. Die Kulturform der Genossenschaften als immaterielles Kulturerbe verbindet uns schon heute global über staatliche und ideologische Grenzen hinweg.
>>Stattdessen herrscht auf der politischen Szene ein Grau in Grau, worin beispielsweise die durchaus globalisierungsfreundliche Agenda im Sinne einer politischen Gestaltung der wirtschaftlich und digital zusammenwachsenden Weltgesellschaft gar nicht mehr zu unterscheiden ist von der neoliberalen Agenda der Abdankung der Politik vor der Erpressungsmacht der Banken und der unregulierten Märkte.<<
>>Man müsste also politische Gegensätze wieder kenntlich machen, auch den Gegensatz zwischen der – im politischen und kulturellen Sinne „liberalen“ – Weltoffenheit der linken und dem ethnonationalen Mief der rechten Globalisierungskritik. Kurzum: Die politische Polarisierung müsste sich wieder zwischen den etablierten Parteien um sachliche Gegensätze kristallisieren. Parteien, die dem Rechtspopulismus Aufmerksamkeit statt Verachtung widmen, dürfen von der Zivilgesellschaft nicht erwarten, dass sie rechte Parolen und rechte Gewalt ächtet.<<
In unserer Vision der Vereinigten Co-Operativen Nationen | Human Eden geht es nicht um die politischen Kategorien “rechts” oder “links”. Wir schließen uns Talcott Parsons soziologischem Ansatz an, dass eine stabile Ordnung tatsächlich möglich ist, weil die beteiligten Individuen freiwillig bestehende normative Ordnungen als Grundlage ihrer Handlungsorientierungen verwenden (Stichwort: voluntaristische Handlungstheorie).
Im Geschehen einer wirtschaftlich und digital zusammenwachsenden Weltgesellschaft vereinigen wir Menschen zu einer völkerverbindenden Wertegemeinschaft. Dabei finden wir unsere Identität in der basisdemokratischen Sicherung unserer Zukunft durch eine globale Friedenspolitik sowie eine solidarische Ökonomie und Ökologie.
HUMAN EDEN | UNITED CO-OPERATIVE NATIONS werden genau dann entstehen, wenn unsere tatkräftige Gemeinschaft weiter wachsen wird.
Unsere tatkräftige Gemeinschaft wird genau dann weiter wachsen, wenn wir Menschen persönlich aktiv werden.
Neben Energie, Initiative und Regsamkeit erfordert unsere Herangehensweise die individuelle Bereitschaft zur Übernahme von SELBST-Verantwortung, SELBST-Bestimmung, SELBST-Verwaltung und SELBST-Hilfe in unserer GEMEINSCHAFT.
Unsere visionären Projekte werden genau dann in die Tat umgesetzt, wenn wir tatkräftige Unterstützung in unserer Gemeinschaft finden.

Heinrich Schirmbeck: Die Literatur und die Ethik des Lebens

Ein Gastbeitrag von Helga Willuweith-Schirmbeck

Heinrich Schirmbeck: Die Literatur und die Ethik des Lebens

Die gegenwärtig noch andauernde Phase des Güterüberflusses, wie wir ihn in der westlichen Industrie-Gesellschaft erleben kann nur eine illusionäre Übergangsphase sein. Wenn wir künftig in einer befriedeten Welt leben wollen, werden wir nicht umhinkommen, den Menschen der unterentwickelten Länder dabei zu helfen, eine Infrastruktur aufzubauen, die für ausreichende Nahrungs- und Güterproduktion erforderlich ist.

Diese Hilfe werden wir nicht ohne eigene Einschränkungen leisten können. Dem Zeitalter des Überflusses wird ein Zeitalter der internationalen Anstrengung, des Verzichts und Opfers, mit anderen Worten:

Ein Zeitalter kooperativer Investitionen zu Lasten des eigenen Konsums folgen müssen, falls die Welt nicht im Chaos eines globalen Klassenkampfes der Elenden, der Hungernden und Entrechteten gegen die Satten Verschwender versinken will. Die Verbreitung atomarer Technologie, die die Fähigkeit zur Herstellung militärisch verwendbaren Spaltmaterials einschließt gibt dieser Zukunftsaussicht einen düsteren Aspekt.

Die in der Zukunft notwendig werdenden Beschränkungen der Reichen für die Armen wäre dann die selbstgewählte Askese. Hier böte sich die Gelegenheit zur Entfaltung all der ehemaligen Tugenden wie Nächstenliebe, Selbsthingabe, Ritterlichkeit, Kameradschaft, Hilfsbereitschaft, Ich-transzendenz im Dienste des Weltfriedens.

Überwindung der Aggression

„Überwindung der Aggression“ oder „Die Kultur und das sogenannte Böse“ Heinrich Schirmbeck Heinrich Schirmbecks Essay zur „Überwindung der Aggression“ die Kultur und das sogenannte Böse – zeigt dem Menschen einen Weg, den Zusammenhang mit dem ungelösten Problem der menschlichen Aggressivität, aber auch mit den Tendenzen einer zivilisatorischen Enthemmung und Ausartungsbereitschaft, einer zunehmenden Primitivierung und Deformierung […]

über „Überwindung der Aggression“ oder „Die Kultur und das sogenannte Böse“ Heinrich Schirmbeck — Leben und Werke von Heinrich Schirmbeck

der „Tag für die Literatur“ am 7. Mai rückt näher.

Vorankündigung

Liebe Kunst, Kultur und Literatur-Interessierte,

am 7. Mai 2017 findet
Im Heinrich Schirmbeck Haus im Darmstadt eine Lesung statt.

Diese wie auch die vielen anderen – dem Tag der Literatur – gewidmeten Veranstaltungen stehen unter dem Motto:

 

Ein Tag für die Literatur am 7. Mai 2017

Literatur am Originalschauplatz – das ist der „Tag für die Literatur“. Ganz Hessen ist eingeladen, bei dem großen Festival dabei zu sein! hr2-kultur koordiniert das Programm.

Kontakt

Hessischer Rundfunk/hr2-kultur
Literaturland Hessen
Karoline Sinur
60222 Frankfurt
Tel.: 069/155-4960
Fax: 069/155-3739
E-Mail: literaturland@hr.de


Natürlich ist nicht nur ganz Hessen eingeladen, sondern auch Sie!

Wir freuen uns – mit unserem für Sie gestalteten Programm, natürlich sehr auf Ihren Besuch!

 

Schirmbeck-Gesellschaft-eV

Darmstadt: Lesung mit Flötenspiel

„Marche funèbre“

Der Schriftsteller Heinrich Schirmbeck verehrte Chopin und widmete ihm die Novelle „Marche funèbre“ aus dem Jahr 1946. Es sei „die Melodie des Winds“ aus der B-moll-Sonate von Chopin gewesen, die er über alles in der Welt liebte, schreibt Schirmbeck in der Erzählung. Im Schirmbeck-Haus auf der Rosenhöhe, wo der Autor von 1967 bis zu seinem Tod 2005 lebte, stellt Helga Schirmbeck die Erzählung vor. Musikalisch führt die Flötistin Laura Williams durch den Nachmittag.

Tel. 06151 712583

www.heinrich-schirmbeck.de

Eine Veranstaltung der Heinrich Schirmbeck Gesellschaft e.V.

Der Vorstand
Helga Schirmbeck
Hans-Jürgen Bell

15-17 Uhr

Eintritt frei

Schirmbeck-Haus

Park Rosenhöhe

Ludwig-Engel-Weg 13

64287 Darmstadt

Die Zukunft………

„Können wir uns akademisch der Zukunft nähern? Können wir Wege in unsere Zukunft erforschen, akademische Wege einschlagen? Wir meinen JA!!“‚


Heinrich Schirmbeck:“Ihr werdet sein wie Götter“ 1966
Ausschnitt aus: Die Zukunft des Gehirns und die Evolution des Gewissens.

Wenn je eine Wissenschaft revolutionierend auf die Entwicklung des ethischen Bewusstseins zu wirken vermöchte, dann ist es die der modernen Genetik: das Leben verwendet in allen seinen Formen, von der Amöbe bis zum Menschen, dieselben Bausteine: es sind Moleküle, deren Struktur gleichzeitig Information ist. Information ist etwas Ideelles. Das Geistige beginnt also schon bei den Bausteinen des Lebens. Seine Elemente sind austauschbar, wie auch die Elemente, aus denen Individuen bestehen, theoretisch austauschbar sind. Keiner von uns ist einmalig, unersetzbar oder unwiederbringlich, jeder ist im anderen enthalten und enthält den anderen, eine Erkenntnis, die weise Hindus schon vor Jahrtausenden aussprachen: „Tat twam asi“ (Das bist auch du).
Das einigende Band, das uns alle umschlingt, ist der Informationsfluss, der von Zelle zu Zelle, von Individuum zu Individuum strömt, am ausgeprägtesten und schönsten in der Sprache des Menschen, die nur eine symbolische Form der Liebe ist.

Der Übermensch wird ein Mensch mit einem noch differenziertem Gehirn (vielleicht mit einem größeren basalen Neocortex im Sinne von Hugo Spatz) ), mit höheren symbolischen Fähigkeiten, d.h. mit einer größeren Liebesfähigkeit sein.
Constantin von Monakow, der große Schweizer Hirnforscher, verlegte die biologischen Grundlagen der Ethik, des Gewissens, der Religion, ins Gehirn. Es scheint, dass hier die Zukunft der Menschheit, einer Übermenschheit sein soll.
Diese Zukunft wird uns nicht in den Schoß fallen. Sie ist zu einem wesentlichen Teil auch die Frucht unserer divinatorischen Fähigkeiten, unseres Ahnungsvermögens für das, was die Evolution, deren Höchstes und bewusstes Organ wie selber sind, für uns bereithält. Wir werden die Erfordernisse der Zukunft zu erkennen versuchen, um rechzeitig die Mittel bereitstellen zu können, deren unsere Enkel und Urenkel bedürfen, um die Aufgabe ihrer jeweiligen Gegenwart zu bestehen. Zukunftsplanung ist zu einem Instrument der Evolution geworden.

Eine Aufgabe die die Heinrich Schirmbeck Institute als eG den zukünftigen Heinrich Schirmbeck Bildungseinrichtungen Weltweit zur Realisierung in der Satzung übertragen hat!

Im Jahr 2 nach 100. Geburtstag….

…. Heinrich Schirmbeck!

Ein Resume und eine Bestandsaufnahme von Hans-Jürgen Bell.

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Helga Willuweit-Schirmbeck (Mitte), Alban Nikolai Herbst (links), Hans-Jürgen Bell (rechts) im Vordergrund der Archetyp „Wenn Richten… dann aufrichten“ von Peter H. Kalb!

Berlin, Darmstadt, Willroth, den 23.2.2017:

Es sind schon wieder zwei Jahre vergangen, seit die Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Heinrich Schirmbeck in Recklinghausen der Geburtsstadt und Darmstadt, der WissenSchaftsStadt in der er seinen Lebensabend verbrachte, ihren offiziellen Auftakt nahmen.
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Ein Jahr dem eine aufopfernde, von flammender Hoffnung und von vielfach auch teilweise nicht gezeigter Enttäuschung Vorbereitungszeit voraus ging.

Eine Zeit die vor allem geprägt durch den unermüdlichen Willen das Andenken von und einer nie erloschenen Liebe zu dem bereits im Jahr 2007 verstorbenen Jubilar, seiner Witwe Helga Willuweit-Schirmbeck, sein Werk einer nachhaltigen Würdigung durch die Gemeinschaft und als nachvollziehbare Quelle unerschöpflichem Universialismus, zu erhalten und für die Zukunft bereit zu stellen!

Natürlich könnten wir heute mit einer umfang- und facettenreichen Schilderung eines erLebten Jahres hier zeichnen.

Doch ich denke dass dies an anderer, vor allem von berufener Stelle erfolgen kann soll und wird.
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Schließlich ist, auch als Essenz dieses JubiläumsJahres, vielleicht als Fügung oder einfach nur als vorausschauende strategische Entwicklung, ein Verlag enstanden!

Ein Verlag, dessen Bedeutung gerade mal definiert, schon zu Unruhen und Unfrieden und Begehrlichkeiten sorgte.

Dessen Entwicklung und dessen Potential klarer aufgezeigt wurde, als die beteiligten sich dies gerne zugestehen möchten.

Auch eine Entwicklung die viele Gemeinsamkeiten mit dem Leben von Heinrich Schirmbeck hatte? 20150701_193046

Eine Frage, die sich für mich als – tja was bin ich eigentlich?
Doch darüber können wir ja später noch reden.
Jetzt reflektieren wir die Zeit nach den Feierlichkeiten.

Gegen Ende des Jahres 2015 konkretisierte sich ein Gedanke in mir, den ich gerne zum Ende des Schirmbeckjahres dem 22.2.2016 realisiert gewusst hätte.

Doch scheinbar hatte ich nicht nur mich, sondern auch meine derzeitigen Wegbegleiter damit überfordert. Andererseits war vielleicht noch nicht der richtige Zeitpunkt erreicht!

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Doch jetzt hat sich nicht nur das Bild noch klarer geformt. Hierzu sei auch mein besonderer Dank an das neue Team dass mich bei der Umsetzung unterstützt und begleitet, ausgesprochen.

Ganz besonders an Hans Wolf, der meine vielen geäußerten Gedanken mit seinen verglich und daraus eine Bedeutsame IconSammlung zu Perspektiven und Möglichkeiten fertigte.

Doch darüber hinaus entstand noch viel mehr!

Dieses viel mehr werden wir natürlich in Form von Leitartikeln publizieren!

Hans-Jürgen Bell
24. Februar 2017

Wer sich mit Buchstaben begnügt:

Eine Interpretation von Prof. Eva Maria Wiesenthal, Wien!

„Die meisten Worte werden eingesetzt ohne dem zu entsprechen, was sie beschreiben. Ohne zu wissen, was sie bedeuten, verwenden viele die Worte, die ihnen eingetrichtert wurden, ohne zu wissen, wovon sie reden, oder um etwas vorzugeben, was nicht ihrem Sein entspricht, um zu täuschen, sich selbst zu täuschen und die anderen, sich etwas vorzumachen, sich zu belügen. Handelt es sich nicht um den Ausdruck authentischen Fühlens, Wahrnehmens, Beschreibens, sind Worte unangebracht, wenig konstruktiv, verwirrend, Rationalisierungen, entspringen der Angst, sind zu viele! Worte werden als Waffen eingesetzt, die schlimmer verletzen als Gewehre, Hacken, Speere, Bomben. Als Kampfmittel wurden und werden sie missbraucht oft, um die eigene Meinung als die einzig wahre hinzustellen, die eigene Sicht der Welt, was fälschlich Philosophie genannt wird, die eigene Religion, was oft keineswegs Bindung an das Innerste des Inneren, die Liebe, Ur-vertrauen in sie, bedeutet, sondern erstarrte fremdbestimmte kategorische durch äußere Macht sich auferlegte heteronome Maßregelung, heteronome Disziplin, heteronomen Wertmaßstab, Unterordnung unter Hierarchien, die weder heiligem Ursprung entstammen noch heiliger Herrschaft. Verantwortung weicht aus, wer sich so fügt! Es ist höchste Zeit für die Wende, für die Befreiung, höchste Zeit für eine sanfte Revolution, zu der auch ich inspirieren möchte, zu der wir alle beitragen können!“

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Er stand „für eine Welt der Hoffnung“!

helga-schirmbeckEin Beitrag von Helga Willuweit-Schirmbeck, verfasst am 8.12.2016 und 8.12.2014

aus “Ärgert dich dein rechtes Auge” von Heinrich Schirmbeck

EIN PRIESTER DER INFORMATION
„Es gibt Informationen mit Janusgeschichten“ sagte er. „Informationen, die eine göttliche diabolische Seite offenbaren. Nur mit solchen Informationen gebe ich mich ab. Sie wissen, dass ich die Hierarchie der Informationswelt von der Wiege an durchlaufen habe. Es gibt auch hier eine Ordnung der Werte. Auf der untersten Stufe steht die kommerzielle Information. Sie soll bestimmte Verbrauchsgewohnheiten der Gesellschaft, soweit diese als konsumierende Masse erscheint, in Bewegung setzen. Auch gewisse literarische Erzeugnisse: Filmdrehbücher, Shortstorys, Abenteuer-Reportagen gehören dieser Stufe an; sie dienen der Auslösung massenpsychologischer Reizabläufe. Sie sollen eine von bestimmten Machtgruppen gewünschte Norm menschlicher Verhaltensweisen fördern. Letzten Endes gehorchen auch sie dem Gesetz der technischen Ökonomie. Auf der mittleren Stufe etwa ständen die Informationen des philosophischen Geistes: „L´etre et le Néant“ – „Der Untergang des Abendlandes“. Sie gehören zu jener Gruppe philosophischer Informationen, die nur in der Verwässerung ihr Publikum erreichen.
Die oberste und brisanteste Stufe der Information aber sind jene Nachrichten, von deren Handhabung das Schicksal dieses Sterns abhängt. Es gibt kein Leben ohne Information. Je höher differenziert das Leben, desto höher differenziert die Technik der Information.

Schriftsteller der P.E.N. – Zentren und Schriftsteller-Verbände
der BRD und DDR

An den
Generalsekretär der KPDSU
Michael Gorbatschow

An den
Präsidenten der USA
Herrn R. Reagan

Sehr geehrter Herr Generalsekretär !
Sehr geehrter Herr Präsident !

……………Weder die absolute unternehmerische Freiheit noch der „absolute“ Bürokratismus vermögen die lebenswerte Weiterexistenz der Menschheit zu verbürgen.
Die Endlichkeit des Planeten und seiner ökologischen Verflechtung verweist die F r e i h e i t aller menschlichen Unternehmungen in die Grenzen einer globalen brüderlichen S o l i d a r i t ä t. Angesichts der nicht wieder aus der Welt zu schaffenden Möglichkeit der atomaren Selbstauslöschung der menschlichen Gesellschaft muss alle politisch-militärisch-ideologische Konkurrenz der beiden Blöcke letztendlich in einer globalen S i c h e r h e i t s g e m e i n s c h a f t aufgehen.

Wir sind überzeugt, dass die Bevölkerung in den Ländern Mitteleuropas und im Besonderen in den beiden deutschen Staaten jegliche Bemühungen zur Überwindung der Blockkonfrontation in dieser Richtung aktiv unterstützen würde.

Mit Waffen in den Händen können wir uns die Hände nicht reichen.

Wir bitten Sie: Gehen Sie brüderlich und mit Vertrauen aufeinander zu, bevor es zu spät ist. Wir hoffen auf Ihre Einsicht und Ihren guten Willen. Wir bitten Sie, die Stellung Ihres hohen Amtes zum Wohle der Menschheit zu nutzen. Es liegt in Ihrer Macht, Schritte wirklicher Abrüstung zu vereinbaren. Tun Sie es jetzt!

Unterzeichner: Heinrich Schirmbeck

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