Heinrich Schirmbeck: „Die Zukunft und die Evolution des Gewissens 1955“.

„Das größte menschliche Gebet bittet nicht um den Sieg, sondern um Frieden.“
―Dag Hammarskjöld-

Das einigende Band, das uns alle umschlingt, ist der Informationsfluss, der von Zelle zu Zelle, von Individuum zu Individuum strömt. Am ausgeprägtesten und schönsten in der Sprache des Menschen, die nur eine symbolische Form der Liebe ist.
Die Zukunft wird uns nicht in den Schoß fallen. Sie ist zu einem wesentlichen Teil auch die Frucht unserer divinatorischen Fähigkeiten, unseres Ahnungsvermögens für das, was die Evolution, deren höchstes und bewusstes Organ wir selber sind, für uns bereithält. Wir werden die Erfordernisse der Zukunft zu erkennen versuchen, um rechtzeitig die Mittel bereitstellen zu können, deren unsere Enkel und Urenkel bedürfen, um die Aufgabe ihrer jeweiligen Gegenwart zu bestehen. Zukunftsplanung ist zu einem Instrument der Evolution geworden.

Das Leben ist ein ungeheuer kompliziertes und verletzliches kybernetisches System, das sich selbst regeln würde, wenn nicht seit einigen hunderttausend Jahren ein Fremdkörper zunehmende Macht in ihm gewonnen hätte: der menschliche Intellekt. Ursprünglich hat ihn das Leben zu dem Zweck geschaffen, seine eigene Evolution zu beschleunigen, als Stimulans und Reizfaktor gewissermaßen der, selbst eine Art kybernetischen Computers, im großen ökologischen Regelsystem nun sein eigenes Programm zur Geltung bringt, eine große Zahl neuer Sollwerte konstituiert und sich als >Führungsgröße< nun allen anderen vor ihm existierenden kybernetischen Systemen –ausschaltet- und deren Sollwerte nach eigenem Belieben –verstellt-. Dabei unterlaufen ihm Irrtümer; die ineinander verflochtenen Systeme wachsen über seine eigene Begriffskapazität hinaus. Er steht vor einem Labyrinth und weiß keinen anderen Ausweg als die Errichtung einer künstlichen kybernetischen Welt, einer Welt der Computer, die ihm die verlorene Orientierung zurückgewinnen sollen.
Aber die Computer vermögen nur dann wieder Ordnung zu schaffen, sagen einige Kulturkritiker, wenn sich das Gehirn sich selbst zu einer höheren Leistungspotenz emporzüchtet. Vielleicht sind die Wissenschaftssiedlungen von einer Explosion der Genies aus den Intelligenz-Gettos vor solcher Wahrheit nicht allzu weit entfernt. Der Einfluss des Milieus, des zweiten genetischen System, ist nicht hoch genug einzuschätzen. Aber mit welcher Art von Genies hätten wir dann zu rechnen? Es würden vorwiegend wieder Mathematiker, Physiker, Chemiker, Molekulargenetiker, Biophysiker sein. Gehirne also, die das Leben quantitativ-mathematischen Kategorien zu fassen versuchen. Keine Genies der Humanität, der sozialen Harmonie, Genies die aus den revolutionierten Bedingungen der gesellschaftlichen Verfassung, der psycho-sozialen Welt, die Axiome einer neuen Sittlichkeit und Ethik zu konzipieren vermögen.
Wir brauchen zwar das naturwissenschaftliche Genie, wenn diese Menschheit biologisch weiter existieren soll, wir brauchen aber noch weit dringender das ethische Genie, das uns den Weg zum wahren Menschsein zeigt.

Advertisements

Warum ich für Frieden und Abrüstung plädiere!

Diesen Aufruf verfasste Heinrich Schirmbeck zum Anti Kriegstag 1979

„Die Welt, wie sie scih in der zweiten Jahrtausenhälfte darbietet, ist ein kaum durchschaubarer Komplex aus technischem System-Rationalismus und ideologisch-massenpsyschologischem Irrationalismus.

Ob sie diesen Widerspruch überlebt, weiß niemand. Will sie ihn überleben, dann nur, wenn endlich die Anweisungen der Bergpredigt, insbesondere die Verheißung: „Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen!“ in internationale politische Berhaltenspraxis umgewandelt werden.

Daran geht kein Weg vorbei.
Was Jahrhunderte und Jahrtausende hindurch als wirklichkeitsfremde Illusion belächelt worden ist: der Glaube an die Möglichkeit des Friedens unter den Völkern, wie ihn der Prophet Jesaias als eschatologische Hoffnung ausspricht, das erweist sich heute als einzig gangbarer Ausweg aus der Krise, sodaß sogar ein Pragmatiker und nüchterner Realist wie der ehemalige Direktor des WeltwirtschaftsInstitutes in Kiel, Fritz Baade, sagte: „Die Wahrheit überdas Christentum ist, dass es noch niemals so aktuell, nämlich so Lebensnotwendig für alle Menschen gewesen ist wie heute. Wenn wir überhaupt Hoffnung haben, dass unsere und dei nächste Generation die ungeheure Aufgabe lösen werden, die vor uns steht – nämlich die Sicherung des Friedens, die Rettung der Erde als bewohnbare Stätte und die Herstellung größerer Gerechtigkeit zwischen Reich und ARm, Nord und Süd – so können wir diese Hoffnung praktisch nur daraus schöpfen, daß das Christentum gerade erst an den Anfängen seiner wirklichen Weltmission steht.“

Der Mensch an sich ist kein Mörder und Zerstörer. Erst die psyschologischen Eigengesetzlichkeiten von Gruppen, Verbänden und Staaten im Verein mit der Machtlüsterheit Einzelner und hierarischischer Gruppen, sein Trieb zur Absolutsetzung relativer Teilwahrheiten – Ideologien – führen zu den Massenopfern der Kriege.

Im Gegenwärtigen Moment, da der Krieg – auch für den sogenannten „Sieger“ – die absolute Vernichtung bedeuten würde, hilft nur noch ein völliges Umdenken.
Die tödliche Rüstungsspirale kann nicht durch „gegenseitiges Aufholen“ sondern nur nur durch freiwilligen Verzicht auf das Wettrüsten und durch Vertrauen und Vernunft und Einsicht des anderen (Bisher „Gegner“ genannt) beendet bzw. durchbrochen werden.
Das klingt im Sinne der bisherigen Politik utopisch uns selbstmörderisch, ist aber die einzige Chance zur Rettung der Menschheit. Die Bergpredigt muss Weltpolitik werden.

Sie ist die heute noch einzige mögliche „Real“-Politik!

cropped-schirmbeck-der-literat

Warum ich mich für Frieden einsetze

Öffentliche Anfrage an Bundeskanzler Helmut Schmidt!

Heinrich Schirmbeck, Januar 1981

Öffentliche Erklärung in Form einer Anfrage, gerichtet an den
Bundeskanzler Helmut Schmidt. In Sachen Stationierung von
Pershing II-Mittelstrecken-raketen und Cruise Missiles auf dem Boden der Bundesrepublik Deutschland;

Verteidigung und Koordinierung der Befehlskompetenzen innerhalb der NATO (Schlüssel-System) im Falle eines geplanten Einsatzes dieser Waffen;
Frage eines diesbezüglichen Veto-Rechtes der Bundesrepublik.

Sehr geehrter Her Bundeskanzler!
Im Anschluss an die diversen Zuschriften des Erstunterzeichners in Sachen Nachrüstungsbeschluss und Friedenssicherung darf ich mich heute noch einmal an Sie wenden, und zwar u.a. auch im Zusammenhang mit der in den letzten Wochen und Monaten unter der Drohung des noch nach dem neuen amerikanischen strategischen Konzept (Direktive 59) wieder für möglich gehaltenen „ersten Atomschlages“. Die neu belebte Diskussion um den Plan einer kernwaffenfreien Zone in Mitteleuropa, der ja bereits 1957 von dem damaligen polnischen Außenminister Rapacki der Vollversammlung der Vereinten Nationen unterbreitet wurde. Dieser Plan nahm auch die ursprünglichen Vorstellungen wieder auf, die nach Kriegsende, ehe es zur Wiederbewaffnung der BRD kam, über eine künftige deutsche Friedenspolitik die, die internationale Diskussion beherrschten.
In seiner Grundkonzeption deckte sich der Rapacki-Plan, wenn auch nicht vollständig doch so weitgehend mit den Forderungen und Zielsetzungen der gegenwärtigen Friedens- und Abrüstungsinitiativen in der BRD, z.B. der Forderung nach dem Abzug aller fremden Truppen von beiden deutschen Staaten; Bündnisfreiheit; Neutralität; Entfernung aller ABC-Massen-vernichtungswaffen von Boden beider deutschen Staaten; Abschaffung und Verschrottung aller Angriffswaffen; Verbot jeglichen Waffenexportes etc. Die Zielsetzungen solcher Vereinigungen wie DFU, Koordination Ökologie und Frieden, Die Grünen, BBU, DFG/VK, Komitee für Frieden, Abrüstung und Zusammenarbeit, Komitee für Grundrechte und Demokratie und vieler anderer mögen in Einzelheiten voneinander differieren: Im Grundsätzlichen, nämlich in der Ablehnung der Stationierung von atomaren und sonstigen Massen –Vernichtungs-Waffen, der Forderung nach Abrüstung und Neutralität sind sie leicht auf ein gemeinsames Grundsatzprogramm zu koordinieren. Das entspräche auch dem Ergebnis einer im II. Halbjahr des Emnid-Institutes, wonach 43% der Bundesbürger sich für Neutralität der BRD zwischen DEN Amerikanern und den Sowjets ausgesprochen haben. Diese 43% Anhänger einer unabhängigen, bündnisfreien deutschen Friedenspolitik sind im Bundestag nicht durch einen einzigen Abgeordneten vertreten!

Ein wahrhaft absurder Zustand, der nicht für eine dem Volkswohlwollen entsprechende Funktionsfähigkeit der sogenannten parlamentarisch-repräsentativen Demokratie spricht.

Die gegenwärtige deutsche Friedensbewegung nimmt die Vorstellung, der damals in dieser Frage noch einmütigen Alliierten nach Kriegsende über eine vollständige Entmilitarisierung und Neutralisierung Deutschlands wieder auf. Die UdSSR bot in den 50ziger Jahren die Wiedervereinigung, Entmilitarisierung und Neutralisierung Deutschlands an.

Adenauer machte durch seine Wiederaufrüstungs-Politik, seine einseitige Bindung an die USA diese Möglichkeit, die uns Sicherheit, Frieden und Unabhängigkeit garantiert hätte, zunichte.

Unter dem Eindruck der gegenwärtigen Zuspitzung der Ost-West-Konfrontation, der neuen amerikanischen Atomrüstungs-Strategie, der Unterminierung der atomaren Parität durch Erwägungen des Pentagons, einen atomaren Erstschlag zu riskieren etc., wird immer mehr besorgten Deutschen klar, dass unsere Sicherheit und Überlebungschancen nicht einseitig auf dem riskanten Fundament einer hegemonistischen amerikanischen Interessen-, Rohstoff- und Energiepolitik beruhen können.

Die Sicherheitspolitik der BRD weiterhin an eine solche gefährliche Strategie zu ketten, könnte zum atomaren Untergang Deutschlands führen. In diesem Augenblick zeigt sich deutlich, wie lebenswichtig es für unsere Zukunft gewesen wäre, wenn die wiederholten Angebote der UdSSR, Mitteleuropa zu einer neutralen, kernwaffenfreien Zone zu machen, um so den USA nicht die Möglichkeit zu geben, einen nuklearen Schlagabtausch unter Umständen unter Schonung ihres eigenen Areals zunächst in Europa stattfinden zu lassen, vom Westen aufgegriffen worden wäre. Zumindest hätten diese Angebote auf ihre Ernsthaftigkeit hin geprüft werden müssen.

Wenn die Sowjetunion nicht mehr wie bisher im Rahmen der paritätisch-nuklearen Globalstrategie nur von amerikanischen Boden, sondern auch von dem westeuropäischen und insbesondere von dem west d e u t s c h e n NATO- Areal aus vernichtet werden kann, entsteht eine völlig neue Sicherheitssituation für uns Deutsche beiderseits der innerdeutschen Grenze, für deren Bewältigung die bisherigen Konzepte nicht mehr ausreichen.

Die Durchführung des sogenannten NATO-Nachrüstungsbeschlusses vom Dezember 1979 könnte bei einer plötzlichen Zuspitzung der Ost-West-Konfrontation – Beispiele haben wir im vergangenen Jahr erlebt und Sie selbst waren es, der die Situation mit derjenigen vor Ausbruch des ersten Weltkrieges verglich! – die Sowjetunion geradezu zwingen (und amerikanische Militär-Experten wie Daniel Ellsberg u.a. sehen das nüchtern und klar), Erwägungen darüber anzustellen, ob die Ausschaltung der dann in der BRD stationierten Pershing II und Cruise Missiles durch einen atomaren Präventivschlag nicht in ihren fundamentalen Überlebensinteresse läge. Die Ausführung einer solchen für die UdSSR in gewissem Sinne als defensiv einzustufende Absicht würde unsere totale Vernichtung bedeuten. Denn die geplante Stationierung amerikanischer atomarer Mittelstrecken-Raketen bedeutet andererseits für die USA die Möglichkeit und Verlockung, sich ihres sowjetischen Gegners nicht vom eigenen Areal aus, sondern von deutschen Boden aus unter kaltblütiger Aufopferung ihres deutschen „Vasallen“ zu entledigen. Eine solche Möglichkeit müsste uns notwendigerweise zum Ziel eines russischen atomaren Präventivschlages machen.

Was das bei unserer Bevölkerungsdichte und der Gespicktheit unseres Staatsgebietes mit Kernkraftwerken bedeuten würde, brauche ich nicht auszumalen. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die auch Ihnen, sehr geehrter Herr Bundeskanzler, sicherlich bekannten Enthüllungen des früheren amerikanischen Präsidenten-Beraters und ranghohen Beamten und Experten des Pentagons, Daniel Ellsberg, der vor der Weltpresse die neue offensive, auf atomare Überlegenheit und die Fähigkeit zum Erstschlag setzende und damit die bisherige Konzeption des Gleichgewichts der gegenseitigen Abschreckung aufgebende Atomstrategie bloßstellte.

Die Rolle West- und Mitteleuropas im Schlepptau der USA müsste unter den neuen Voraussetzungen völlig neu durchdacht werden. Wenn z. B. vor einiger Zeit der jetzt abtretende Präsident Carter und zu Beginn der Dezember-Tagung der NATO der US-Verteidigungsminister Harold Brown verlauten ließen, im Notfall würden die USA zur Verteidigung Mittel- und Westeuropas auch Atomwaffen einsetzen, so müsste doch zunächst einmal klargestellt werden, von w e l c h e m Areal aus diese Nuklearwaffen eingesetzt werden sollen, von amerikanischem oder vom europäischem, das ist schließlich die K a r d i n a l – Frage!

So brüderlich und solidarisch eine solche Verteidigungsabsicht klingt, so muss doch gefragt werden, in w e s s e n Hauptinteresse sie liegt, ob im europäischen oder amerikanischen?

Schon oft in der Weltgeschichte wurde der Verteidigte das Opfer der Verteidigungsmaßnahmen der Verteidiger. Eines ist klar: amerikanische Nuklearwaffen zur Verteidigung Mitteleuropas von e u r o p ä i s c h e m Boden aus eingesetzt, bedeuten eben n i c h t den Schutz Europas, sondern eine atomare Zerstörung und zugleich die Schonung der USA, die wieder einmal mit einem blauen Auge davonkämen. Die Frage ist: wer schützt die Vallen im blitzschnellen Ernstfall vor dem todbringenden „Schutz“ des über die Vernichtungswaffen verfügenden Bündnispartners? Diese Frage müßte vor der Bevölkerung offen ausdiskutiert werden. Stattdessen werden beruhigende Geheimnisschleier verhängt.
Wir wiederholen: der Nachrüstungsbeschluss der NATO auf dem Gebiet der Mittelstreckenraketen erfordert ein völlig neues Durchdenken unserer strategischen Situation, eine Klärung der Prioritäten und Auslösemechanismen im Bündnis, eine Klärung der Frage: wer verteidigt eigentlich wen im Ernstfall? Wer hat die Verfügungsgewalt über die auf europäischem Boden stationierten Atomraketen, d. h. wer bestimmt, ob sie eingesetzt werden oder nicht? Verfügt die NATO als Ganzes über sie oder sie USA allein? Hat im Konfliktfall USA-UdSSR die BRD ein Veto-Recht, falls sie sich nicht zum atomaren Prügelknaben der USA machen lassen möchte? Wenn ja, wo ist dieses Veto-Recht festgelegt? Wie funktionieren im Ernstfall die atomaren Befehls-, Koordinierungs- und Aus- löschungs-mechanismen zwischen den USA und den europäischen Verbündeten? Wie könnte ein Veto-Recht im Ernstfall, wenn es wie in Europa, um wesentlich verkürzte Vorwarnzeiten geht, überhaupt befehlsstrategisch praktiziert werden?

Ein solches Veto-Recht wäre ja doch Ausdruck der Souveränität der Bundesrepublik innerhalb der Grenzen des Bündnisses. Ist eine solche Souveränität angesichts der Tatsache, dass das Verhältnis beider deutscher Teilstaaten zu den ehemaligen Kriegsgegnern bis heute nicht aufgrund von Sonderverträgen mit den ehemaligen Feindstaaten des jeweiligen Bündnisbereiches geregelt ist, gegeben oder nicht?
All diese Fragen und äußert komplexen Sachverhalte, deren Ungelöstheit uns in der blitzschnellen Entscheidungssequenz eines möglichen Atomkonfliktes zum absoluten Verhängnis werden könnten, müssten vor der Öffentlichkeit rückhalts- und schonungslos offengelegt und ausdiskutiert werden. Das allein wäre wahre Demokratie, falls dieser Begriff überhaupt noch irgend einen menschengemäßen Sinn beinhaltet. Strategische Geheimniskrämerei und Generalstabs-Kompetenz ist im Falle der Atomstrategie ein Verbrechen n denen, die angeblich verteidigt werden sollen.
Bitte, sehr geehrter Herr Bundeskanzler, hören Sie aus diesem Brief keinen ideologischen Zungenschlag heraus. Das wäre eine totale Fehldeutung. Das Klima politischer Kommunikation ist in der Bundesrepublik leider ideologisch derartig vergiftet, dass Kritik an der westlich orientierten Vasallentreue – auch Kritik im Interesse nationaler Selbsterhaltung – sofort mit Moskau-Hörigkeit gleichgesetzt wird. Wir schätzen das Hegemoniestreben b e i d e r Weltmächte realistisch ein und verurteilen es. Wird es nicht bald durch eine Politik beiderseitiger Selbstbeschränkung, Friedenssicherung und Kooperation im Interesse internationaler Gerechtigkeit und ökonomischen Ausgleichs zwischen Nord und Süd ersetzt, scheint die Katastrophe früher oder später unausweichlich. Kritik und esorgnis eines Bundesbürgers, dessen Land dem westlichen Bündnis angehört, kann und muss sich natürlich aufgrund der Gegebenheiten gegen Inkongruenzen selbstzerstörerische Vasallen-Fallgruben und hegemonistisch-bevormundende Strategien der Vormacht (Strategien, die im Ernstfall die Opferung der Mitläufer, die wir in diesem Fall sind, bedeuten könnten) innerhalb des nun einmal bestehenden Bündnisses richten. Bei einem Polen gingen die Fragen und die Kritik an die andere Interesse.

Immerhin ist an einem historischen Faktum nicht zu rütteln, die einzige Macht auf dieser Welt bisher, die ohne militärische Notwendigkeit Atomwaffen gegen einen bereits kapitulationsreifen Gegner einsetzte und damit Hunderttausende der qualvollen atomaren Vernichtung preisgab, die einzige Macht, die das gleiche in den fünfziger und sechziger Jahren zuerst im Korea- und später im Vietnam-Krieg (wie durch die Kuba-Krise) ernsthaft in militärische Erwägung zog – von dem Gräueln des bestialischen Vietnam-Krieges ganz abgesehen – sind die USA und nicht die UdSSR! Dieses Faktum steht uns mit allen möglichen Implikationen immer vor Augen!
Mit einer solchen Macht im Bündnis zu stehen, erweckt in Kriesenzeiten jene Ängste, die Gegenstand dieses Briefes sind. Ein neutrales, atomwaffenfreies Mitteleuropa würde uns von diesen Ängsten befreien. Zumindest der atomare Nachrüstungsbeschluss der NATO, dessen Risiken in erster Lage die Bundesrepublik tragen soll, darf unter keinen Umständen verwirklicht werden. Dagegen wehren wir uns und wir wissen, dass sich viele andere mit uns dagegen wehren werden.
Herr Bundeskanzler, denken Sie an Ihren Amtseid, mit welchem Sie sich auf das Wohl und die Weiterexistenz der Bundesbürger verpflichtet haben. Wir Deutschen möchten nicht das atomare Leichenfeld der USA und der NATO im Interesse amerikanischer Welthegemonie werden, ebenso wie die Völker des Warschauer Paktes sich gegen die entsprechenden Plane der UdSSR wenden würden.
20.1.1981 Mit freundlichen Grüßen

gez. Heinrich Schirmmbeck
Dem Brief des Schriftstellers Heinrich Schirmbeck haben sich bisher durch ihre Unterschriften angeschlossen:
Prof. Dr. Dorothea Sölle, Prof. Dr. Robert Jungk, Prof. Dr. Ossip K. Flechtheim, Hartmut R. Fondermann, Gösta von Uexküll, Carl Amery, Eva Quistorp, Dr. Reinhard Opitz.
Die Bürgerinitiative Frieden durch Neutralität hat am 21. Januar dieses Jahres sämtlichen Abgeordneten des Bundestages den Brief des Schriftstellers Heinrich Schirmbeck an den Bundeskanzler zur Kenntnis gebracht.

Der Blick ins Dritte Jahrtausend…

Verfasst von Heinrich Schirmbeck im Jahr 1965!
In einer Rundfunk Essay die am 5.9.1965 im Süddeutschen Rundfunk 
in der Redaktion von J. Schlemmer ausgestrahlt wurde. 

Der Titel

Prognosen und Visionen 
Oder 
Der Blick ins dritte Jahrtausend!

Wir laden Sie ein eine Kleine Reise in, eben diese Zukunft des Dritten Jahrtausends zu machen!

Wir beginnen mit einer kleinen Bestandsaufnahme, die Ihnen möglicherweise einen Zustand beschreibt der nicht das Jahr 2025, wie in der Vorlage, sondern das Jahr 2017 beschreiben könnte!

Aus der Vorlage von Herbert George Wells, „die Zeitmaschine“ und der Ableitung von Egon Friedell der Wiener Kunsthistoriker, wurde von Heinrich Schirmbeck dieses Bild gezeichnet, das wir einmal als Fragment in uns aufnehmen wollen.

Wir befinden uns in einer Zeit, eben diesem Jahr 2025 in dem alles was die Menschen brauchen in Fankriken und zwar in seinem Beispiel in Atomfabriken hergestellt wird.

„Zum Lunch gibt es Sauerstoff aus dem Automatenzerstäuber, zum Mittagessen syntehtisches Eiweiß, statt achtstündigen Schlafs in molligen Federbetten eine fünfminütige Bestrahlung mit Ultraviolett.

In Folge dieser kolossalen Zeitersparnis auf allen Gebieten kommt es zu grimmigen sozialen Kämpfen: man rauft sich um das bisschen verbleibende Arbeit, und „höchstes Glück der Erdenkinder“ ist nicht mehr – wie bei Göthe „Die Persönlichkeit“, sondern der Zweiundzwanzigstundentag.

Und somit entwickelt sich ein neues Produkt – das auch durch Facebook oder sonstige SozialMedien nicht mehr befriedigt werden kann.

Die Langeweile als Produkt einer Automatenzivilisation spielt überhaupt eine bedeutende Rolle in der Büchern der modernen Geschichtspropheten.

Andrè Maurois, der französische Romancier, Essayist und Biograph bedeutender Persönlichkeiten, läßt in seinen „Fragmenten einer Weltgeschichte“, veröffentlicht von der Universität Timbuktu im Jarhe 2025, einen der fünf Männer des Weltdirektoriums, angesichts eines neuen Krieges, verzweifelt ausrufen:

„Es gibt etwas auf der Welt, was die Menschen mehr fürchten als die Metzeleien, mehr als den Tod. Und das ist die Langeweile. Die Herrschaft der Vernunft und des Internationalen Einvernehmens, die wir errichtet haben, langweilt sich einfach. 
Wir haben sie durch künstlerische Darbietungen abzulenken versucht, die sensationellen Verbrechen und der Sport haben uns zwanzig Jahre gewinnen lassen, aber nun zieht nichts mehr, die Welt ist aller Dinge überdrüssig, selbst des Boxsports. 

Der Hass allein kann die Menschen einen. Wir brauchen einen sichtbaren Feind. Leider gibt es ihn nicht.“ 

An dieser Stelle beenden wir die Fragmentale Einleitung in das Thema dass in der vollständigen RundfunkEssay natürlich auch mit der Prognose und der Vision den Blick ins Dritte Jahrtausend, verfasst von Heinrich Schirmbeck ermöglicht.

Doch bevor wir uns diesen weiteren Aspekten und den Inhalten zuwenden, sollten wir vielleicht doch einmal innehalten.
Ein Innehalten um einen möglichen Vergleich zur JetztZeit zu ziehen, aber auch um uns die Freiheit der Universialen Möglichkeit der Heinrich Schirmbeck FriedensUniversität eG als zukünftige Institution – nicht nur den Mitgliedern – sondern auch der gesamten Bevölkerung dieses Planeten mit auf den Weg geben könnte!

Eben das was in einem Facebook Beitrag vom 18.10.2017 einer der Initiatoren der Heinrich Schirmbeck FriedensUniversität eG mit „Wir müssen jedoch zuerst beginnen uns selbst zu organisieren“ beschrieb!

Heinrich Schirmbeck „Der Autor und sein Eigentum“

Wenn wir schon von Büchern reden, dann sollten wir das tiefste und trotz aller Kommentare immer noch unausgeschöpfteste Buch dieser Welt nicht vergessen: „Die Bibel“. Ihr Schöpfungsbericht, die abgründigste und zugleich, realistischste Wahrheit über die Verfassung des Menschen. Der Sündenfall gab ihm die Freiheit, die Freiheit der Erkenntnis, die Freiheit, s e l b e r ein Schöpfer auf der ihm gemäßen Ebene zu werden, gewissermaßen ein Gott auf irdisch-planetarischer Ebene.

Und wie dem Schöpfer seine Schöpfung, nämlich der Mensch, durch Sündenfall und Freiheit gewissermaßen entglitt, so entglitt dem Menschen s e i n e Schöpfung, nämlich die Gesellschafts-, die Staaten-, Institutionen und Apparatewelt, die sogenannte „zweite Schöpfung“, die Georg Haverbeck sie genannt hat. Wie Gott des Menschen nicht mehr Herr zu werden scheint, es sei denn durch Vernichtung (zwei Ereignisse, von denen die Bibel berichtet: Sintflut und Babylonischer Turm könnten als göttliche Versuche in dieser Richtung interpretiert werden), so wird der Mensch s e i n e r Schöpfung nicht mehr Herr; sie entwickelt eine Eigengesetzlichkeit, die ihn zu vernichten droht. Karl Marx nannte das etwas euphemistisch noch die „Entfremdung“. In diesem Schema der beiden Schöpfungen, wie es die Bibel vermittelt, sehe ich die radikalste anthropologische Wahrheit, die bisher von keiner wissenschaftlichen Anthropologie übertroffen wurde. Angesicht der Drohung der Selbstvernichtung ist der Mensch auf Gedeih und Verderb aufgerufen, Formen und Ethiken des Umgangs mit sich selber und der ihn tragenden und erhaltenden Erde im innerstaatlichen und internationalen Bereich zu entwickeln, die in vielen Aspekten eine grundlegende Änderung der ethisch-politischen Verhaltensformen der bisherigen Geschichte vollziehen. Die Zeit, die ihm dazu verbleibt, ist kurz. Wir, auch Sie und ich, müssen sie nutzen, indem wir den uns verfügbaren Sektor der Literatur zu einem Modell- und Experimentierfeld der neuen Verhaltensformen machen. Literatur ist ja auch immer Verhaltenswissenschaft gewesen, das heben große Psychologen wie Freud oder Ethologen wie Lorenz freimütig zugegeben. Das Rätsel des Menschen lüftet sich bei Dostojewski doch um einen gewaltigen Spaltbreit mehr als in den fundiertesten psycho-experimentellen Analysen der modernen Verhaltensforscher. Literatur muss Friedens- und Verhaltenspädagogik werden. Ihre Modelle sind nicht wissenschaftlich- neutral und deshalb letzten Endes unwirksam sondern offenbarend, erschreckend, schlafaufrüttelnd, deutend und erlösend. Betrachten wir Literatur als eine Leiter deren Sprossen wir bis zur letzten erklimmen, um sie dann hinter uns loszulassen, weil wir ihrer nicht mehr bedürftig sind, wenn wir die Schwelle einer friedlichen, gerechten, erderhaltenden, von Herrschaft und Ausbeutung freien Welt erreicht haben. Dann ändert sich mit automatischer Logik auch die Rolle der Literatur und des Wortes. Der neue Logos wird nicht dramatisch sondern pneumatisch sein! In ihm lösen sich die psychischen Rivalitäten zur Harmonie des Weltmysterium

Die Heinrich Schirmbeck FriedensUniversität eG und Ihre Ziele!

Das Werk von Heinrich Schirmbeck, nicht nur literarisch aufgearbeitet, gibt sehr viel Spielraum für Interpretation!

Doch noch mehr Spielraum für Agitation!

Abgeleitet aus seiner Arbeit für die Friedensbewegung Deutschlands zu deren Mitbegründern er zählte, aber auch aus seiner Arbeit für die Partei „Die Grünen“ an deren Mitbegründung er einen hohen Anteil hatte!

Dies alles, aber auch seine literarischen Werke und seine von vielen bekannten Medienanstalten publizierten Rundfunkessayen, zeichnen Heinrich Schirmbeck als Universialisten.

Dass auch die Kriegsereignisse auf den Bildungsweg Heinrich Schirmbeck`s einen erheblichen Einfluss hatten, konnten wir Jahr des 100. Geburtstags von Heinrich Schirmbeck in der Ausstellung zum Leben und Werk sehr anschaulich in der Wissenschaftsstadt Darmstadt deren Bild auch Heinrich Schirmbeck nicht nur mitgetragen, sondern auch mit geprägt hat, sehr anschaulich präsentieren!

Die Ausstellung die in der Universitäts- und Landesbibliothek der TU-Darmstadt durchgeführt wurde, hat natürlich auch die Nähe zur Wissenschaft, Forschung, Lehre, aber auch zur Natur noch einmal sehr deutlich aufgezeigt.

Sein Werk – für eine Welt der Hoffnung – hat uns im Verlauf dieser Periode noch intensiver in unserem Vorhaben gestärkt, die Heinrich Schirmbeck FriedensUniversität als eG ins Leben zu rufen.

Die Aufgabestellungen und auch  die Schwerpunkte haben wir schon in der für die Universität eingerichtete WORDPressSeite beschrieben.

https://heinrichschirmbeck.wordpress.com/

Natürlich ist das noch nicht alles was wir dazu sagen können und sagen werden.

Frieden_produzieren_1.png

Zur Zielsetzung der Heinrich-Schirmbeck-FriedensUniversität eG

>>Wir vertreten die Auffassung, dass die nachstehend aufgeführten Aktionsrichtlinien eine ausgezeichnete Grundlage für die Bewältigung der Probleme, Herausforderungen und Möglichkeiten der wissenschaftlichen Forschung darstellen und gleichzeitig die Förderung bestehender und neuer Partnerschaften auf nationaler, internationaler Ebene und zwischen allen im wissenschaftlichen Bereich Tätigen unterstützen. Diese Forschungsaktivitäten und Partnerschaften müssen sich an den Bedürfnissen, Wünschen und Wertvorstellungen der gesamten Menschheit orientieren und im Sinne eines dauerhaften Friedens, der Gerechtigkeit und der nachhaltigen Entwicklung die Natur achten und künftige Generationen einbeziehen.

<< Zitat aus der Präambel der Agenda (s.u.).

In diesem Sinne wird die Heinrich-Schirmbeck-FriedensUniversität ihre Bildungsziele, Methoden und Lehrpläne gemeinschaftlich gestalten.
Wir wählen diese andere Herangehensweise, um im Sinne der „Agenda für die Wissenschaft“ der UNESCO (1999) dem Frieden und unserer Zukunftssicherung zu dienen.

Wir verwirklichen bereits mit der Genossenschaft die enge Verflechtung von Studieren, Lehren und Forschen. Unsere Mitglieder handeln selbstbestimmt und selbstverantwortlich für die Gemeinschaft.

Und diese Gemeinschaft ist größer als die Zahl der Mitglieder der Genossenschaft: die Wissenschaften, die Forschung und die Lehre dienen dem Wohlergehen der gesamten Menschheit in ihrer natürlichen Umwelt:
Frieden, Zukunft, Ökologie & Ökonomie

Dabei vergessen wir auch nicht unsere gemeinsame Verantwortung gegenüber künftigen Generationen.
Die FriedensUniversität ist der Achtung der Würde der Menschen genauso verpflichtet wie der Achtung der Grundrechte im globalen Zusammenhang.

So werden wir den von Heinrich Schirmbeck erarbeiteten Weg der Brücke zwischen „The Two Cultures“ fortsetzen und mit der „Third Culture“ verbinden:
Schirmbeck vereinte in seinem Lebenswerk die Literatur mit den (Natur-)Wissenschaften. John Brockmann führte 1995 den Begriff der „Dritten Kultur“ ein, der Hegels Realphilosophie sehr nahe steht.

Die Initiatoren der
Heinrich-Schirmbeck-FriedensUniversität eG
im August 2017

 
 20150701_193008

ES GEHT NUR DE-E S K A L A T I O N

Wenn wir über Frieden reden und die Friedensuniversität gründen, dann müssen wir auch global Zeichen setzen!

Wie die aussehen könnten? Dieser Beitrag – ein Gedankengang von Hans Wolf dem Verfasser unserer Berliner Kommentare!

Berlin, Darmstadt, Willroth, 10. Augus 2017 – Die Initiatoren der Heinrich Schirmbeck Friedensuniversität! de Eskalation

Nordkorea 2011
Im Dezember übernahm Kim Jong-un nach dem Tod seines Vaters Kim Jong-il die Staatsspitze der Demokratischen Volksrepublik Korea. Aus Sicht der neuen Führung ist 2011 ein richtungsweisendes Jahr.

Was in Europa 2011 als „arabischer Frühling“ wenn nicht gefeiert so doch wenigstens begrüßt wurde, ist aus der Sicht des nordkoreanischen Diktators in höchstem Maße bedrohlich.
Im Rahmen des Bürgerkriegs in Libyen wurde der Diktator Gaddafi im Oktober 2011 ermordet.

Libyen hatte im Jahre 2003 seinen Verzicht auf Massenvernichtungswaffen erklärt, im Jahr 2004 verzichtete Staatschef Gaddafi auf die (weitere) Entwicklung von Atomwaffen. Im Gegenzug versprachen ihm die westlichen Demokratien Hilfe und wirtschaftliche Unterstützung.

Aber auch in Tunesien und Ägypten werden die Inhaber der Macht gewaltsam gestürzt. Syrien steht kurz vor dem Ausbruch des Bürgerkriegs, dessen Folgen Europa spätestens in den Flüchtlingsströmen 2015 erreichen.

Nordkorea 2017

Aus der Sicht der Nordkoreanischen Führung garantiert alleine die Positionierung als Atommacht die Sicherheit des Staates.

Öffentlichen Äußerungen zufolge bezieht die Führung um Kim Jong-un den Untergang der Sowjetunion (Abrüstungsvereinbarungen) sowie die Entwicklung im Irak in ihre Analyse mit ein.

Nordkorea/Asien – USA/Europa/Afrika

Provokation und Konfrontation – seien es Worte seien es Taten – können diesen Konflikt in der Spirale der Gewalt nur immer schneller an die Spitze treiben. Darunter wird der gesamte Globus leiden und egal, wie dies ausgehen mag, es wird keinem von uns danach besser gehen.

Wir fordern daher alle Verantwortlichen in den Regierungen der Welt auf, ihre diplomatischen Künste und Kräfte dahingehend zu bündeln, dass der Konflikt Kim Jong-un / Donald Trump in unser aller Interesse zeitnah beigelegt werden kann.

Recherche: New York Times vom 25.03.2011, Dossier ARD Jahresrückblick 2011, Archiv Spiegel-Online

Die weltpolitische Situation im Berliner Kommentar von

Hans Wolf, Berlin/Darmstadt:

Mein Berliner Kommentar ist:

Wir erleben in einer belasteten weltpolitischen Situation ein politisches Deutschland im Tiefschlaf – angesichts der Tatsache, dass unsere VOLKS-VERTRETUNG in wenigen Wochen neu gewählt wird. Wo sind die politischen Visionen (oder Ziele) eines Willy Brandts, wo sind die „blühenden Landschaften“ Helmut Kohls, wo sind die Bürger- und Menschenrechte von Burkhardt Hirsch und Baum, es ist „Leipziger Allerlei“ ähnlich wie „Irish Stew“ oder „Lapskaus“ – allerdings nicht als Delikatesse sondern Pommes-Buden-Niveau ohne dem wirklich gerecht zu werden.

International sind wir deutlich unter Pommes-Buden-Niveau: Pressefreiheit, Menschenrechte, Kriege / militärische Auseinandersetzungen in Syrien, Afghanistan, Sudan, Mali, …… und was unternimmt die UN? was ist mit Selbstbestimmung und Selbstverantwortung, was ist mit Solidar Globaler Gemeinschaft, warum lassen wir Flüchtlingsströme im Mittelmeer ersäufen …..

Wo ist die menschliche internationale Solidarität unter uns Menschen? Wo bleiben Menschenrechte? Warum werden vernichtende Waffen eingesetzt?

Es gibt leider keine „real-politisch wirksame“ solidarische Gemeinschaft von „unten nach oben“. Nur die United Co-Operative Nations | HUMAN EDEN Philosophie kann dies bewirken, indem wir auf VETO-Staaten verzichten und nationalstaatliches Denken zum Wohle des Friedens als Produktionsgut überwinden.

DAS ist mein heutiger spontaner Berliner Kommentar! Hans Wolf im August 2017

994535343892638

Bruttosozialglück!

Gedanken über einen ökologischen Entwurf zum BRUTTOSOZIALGLÜCK nach Heinrich Schirmbeck!

aus der Reihe „Berliner Kommentare“ von Hans Wolf

Bruttosozialglück_4

„Die Transformation hin zu einer ökologischen sozialen Marktwirtschaft
ist möglich und nötig, und sie wird neue Arbeit und neues Einkommen schaffen. Der
Wandel wird auch unseren Lebensstil verändern – wir werden lernen, mit weniger Verbrauch
glücklich und zufrieden zu sein. Wir werden nach einer neuen Art von Wachstum streben:
nach wachsendem Wohlergehen für Mensch und Schöpfung.“

Horst Köhler, am 28.10.2009

Ökologie im BruttosozialGLÜCK

Ein kurzer Blick nach Südasien in das Königreich Bhutan

>>Zu dem hohen Respekt gegenüber der Umwelt gehört es auch, Dörfer und Häuser möglichst auf steilen Hängen, felsigen oder steinigem, d.h. unfruchtbarem Grund anzulegen, um kein Land, das für Ackerbau und Viehzucht dienen könnte, für den Bau zu verschwenden.

Mit dem Bauen wird in Bhutan wie in Tibet auch äußerlich „Erdverbundenheit“ dargestellt.

Dazu werden in jedem Falle „leichtere“ auf „schwere“ Baumassen gesetzt, z.B. Fachwerkgeschosse auf Erdgeschosse aus Natursteinen oder Stampflehm. Weiter werden die Bauten möglichst konisch – unten breiter, oben schmäler – ausgeführt, was nicht nur optisch Erdverbundenheit ausdrückt, sondern auch statisch für eine bessere Standfestigkeit sorgt. Und schließlich werden auch einzelne Bauteile wie Säulen und Fensterfaschen konisch dargestellt.

Ebenso gehört zu den Bauregeln die Verwendung nachwachsender Rohstoffe wie Lehm, Flusskiesel, Naturstein, Kalk, Holz und Stroh.

Weiter gehört zu den Bauprinzipien eine Materialgerechtigkeit derart, dass die Materialien natürlich gezeigt und z.B. nicht verkleidet werden. Verputz und farbige Fassungen dienen dabei zur Unterstützung der Materialdarstellung.<<

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen – Landesverband Nordrhein Westfalen e.V.
Schriftenreihe der DGVN NRW e.V. Band 2
Glückseligkeit des Drachens
– die Philosophie des Glücks
in Bhutan und anderswo, S.46

BruttosozialGlück_1

>>Die Bewahrung einer intakten Umwelt gilt in Bhutan als einer der 4 zentralen Pfeiler für das Erreichen von Bruttosozialglück. Die anderen 3 Pfeiler sind: 
(i) eine ausgewogene sozioökonomische Entwicklung;
(ii) die Bewahrung von Kultur und historischem Erbe, und
(iii) eine Gute Regierungsführung.

Seit Jahrhunderten haben die Bewohner Bhutans im Einklang mit der Natur gelebt.

Die Erhaltung der Wälder und der Schutz der Flüsse und des Bodens waren und sind lebenswichtig in der fragilen Bergregion.

Die Beziehung zwischen dem bhutanischen Volk und der Umwelt wurde im Laufe der Jahrhunderte geprägt durch formale und informelle Regeln und Normen.

Traditionelle und lokale, oft animistische Vorstellungen unterstützten diese Entwicklung. Bestimmte Gebiete wurden als Wohnstätten von Gottheiten und Geistern – sowohl guten als auch schlechten – angesehen. Eine Störung oder Verunreinigung solcher Gebiete hätten den Zorn dieser Wesen auf sich gezogen mit Tod, Krankheit oder Hungersnöten als Folge.

Der Buddhismus stärkte diese Umweltethik und förderte Werte wie insbesondere
(i) die Achtung von allen Formen des Lebens und
(ii) (ii) dass man der Erde zurückgeben soll, was man ihr entnommen hat.

Diese traditionelle Achtung der Natur stellte sicher, dass Bhutan mit einer relativ intakten Umwelt in das 20. und 21. Jahrhundert eintrat (Fernsehen und Internet wurden erst 1999 mit dem 25-jährigen Thronjubiläum des vierten Königs eingeführt).<<

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen – Landesverband Nordrhein Westfalen e.V.
Schriftenreihe der DGVN NRW e.V. Band 2
Glückseligkeit des Drachens
– die Philosophie des Glücks
in Bhutan und anderswo, S.39 f.

 BruttosozialGlück_3

WasserKRAFT im BruttosozialGLÜCK

Und wieder ein kurzer Blick nach Südasien in das Königreich Bhutan

>>Zum einen ist das [Wasser] eine Energiequelle, vergleichbar mit den Ölquellen arabischer Scheichs, nur dass diese Quelle nicht oder zumindest nicht so schnell versiegt. Zum anderen benötigt Bhutan aufgrund der Topographie kaum Staudämme, sondern kann ohne große und zerstörerische Eingriffe in die Umwelt das Wasser aus den Gebirgsflüssen fassen und die Schwerkraft nutzend in die Turbinen leiten.

Zusätzlich hat Bhutan schon frühzeitig die sogenannte Umweltverträglichkeitsprüfung eingeführt, mit dem Ziel, nachteilige Wirkungen von Entwicklungsprojekten zu vermeiden und solche Projekte sowohl was die Umwelt anbetrifft als auch in ökonomischer Hinsicht langfristig nachhaltig zu gestalten.

Bhutan hat schon frühzeitig erkannt, dass eine intakte Waldbedeckung maßgeblich dazu beiträgt, dass das Wasser stetig fließt und von guter Qualität ist, das heißt relativ wenig Geröll und Sand enthält, was die Lebenszeit der Anlagen stark verkürzen würde.

Dasho Karma Ura, Leiter des Zentrums für Bhutanstudien in der Hauptstadt Thimpu, bezeichnete in einem Artikel … Wasserkraft als den Kernbereich kommerzieller Investition und Nutzung,
als Raketenantrieb der bhutanischen Wirtschaft.

Im Jahre 1996 wurden lediglich 2 % des Wasserkraftpotenzials des Landes genutzt, trugen aber bereits zu einem Drittel zu den Exporteinnahmen bei. Das gesamte Wasserkraftpotential wird auf 24.000 – 30.000 Megawatt geschätzt, derzeit werden ca. 5 % genutzt, bis 2020 sollen ca. 10.000 Megawatt genutzt werden.<<

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen – Landesverband Nordrhein Westfalen e.V.
Schriftenreihe der DGVN NRW e.V. Band 2
Glückseligkeit des Drachens
– die Philosophie des Glücks
in Bhutan und anderswo, S.40 f.

Bruttosozialglück_2

H. Schirmbeck & Schach in Pulheim

In Pulheim wird seit 1976 im Rahmen des Pulheimer Sport-Club 1924/57 e.V. Schach gespielt. Gerhard Buchfelder hat im April 2016 literarische Kleinode, die sich mit dem Thema Schach beschäftigen, in einem Text zusammengetragen. Darunter finden wir:

Heinrich Schirmbeck: Das Aberdeensche Problem
erschien erstmals 1946 in der »Schwäbischen Zeitung«

Auf der letzten Archäologentagung in London lernte der Icherzähler Lord Aberdeen kennen und wurde von diesem eingeladen. Der Gastgeber bewohnte eine altersgraue ehemalige Abtei, die er von dem verstorbenen Lord Chesterfield, einem Vetter seiner Frau, geerbt hatte. Lady Aberdeen, eine feine, zarte Dame mit silbergrauen Haaren, forderte den Gast öfter abends zu einer Partie Schach auf. Sie spielten dann in einem Zimmer, das sonst nie betreten wurde, das Schachzimmer des Lord Chesterfield. Ihr Vetter war schwer erkrankt und nur, wenn er starke Medikamente genommen und halbwegs die Schmerzen ertragen konnte, spielte er Schach, „bis zum letzten Atemzug, ja, noch über den Tod hinaus!“ Eines Morgens fand sein alter Kammerdiener Fletcher ihn tot im Sessel sitzend. Vor ihm das elfenbeinerne Schachspiel und daneben ein Zettel mit der Anweisung : „Figuren so stehen lassen, Fletcher, untersteh dich nicht, das Brett abzuräumen, alter Junge! Die Partie wird fortgesetzt!“ (Zitate). Die Partie war noch nicht zu Ende gespielt und die Stellung der Figuren wiesen das „Aberdeensche Problem“ auf, so wie es nachher in Schachkreisen genannt wurde. Lord Chesterfield hatte sein Leben lang darüber gegrübelt und es galt als unauflöslich. Nacht für Nacht hörte Fletcher sein Stöhnen und Husten, doch er brachte die Partie nicht zu Ende, Lady Aberdeen
fand die klassische Lösung.

Datenquelle: Gerhard Buchfelder aus Pulheim-Stommeln, April 2016, letzte Änderung: Okt. 2016
Schach in der Literatur unter http:// http://www.pscsabt. de/Schach_in_der_Literatur .pdf, aufgerufen am 20.06.2017