Umrisse einer Weltsicherheitsgemeinschaft

Ausschnitt aus dem 1984 gesendeten Rundfunk-Essay

Die immer extensivere und intensivere Wechselbeziehung zwischen Nationalstaat und Krieg, von der Einführung des Dampfmotors Ende des 18. Jahrhunderts bis zu unserem Plutonium-Zeitalter, hat die entscheidenden Faktoren zum Aufschwung des Industriesystems begünstigt: große Absatzmärkte, gesicherte massive Verkäufe an die nationalen Armeen, beschleunigtes Investitionswachstum, Konditionierung der Masseninstinkte im Hinblick auf die Steigerung des Konsums und die Verteidigung“ dieser Konsum-Zivilisationsgüter durch Rüstung und Militär.

Es kann sich nicht mehr darum handeln, dieses System von  heute auf morgen zu stürzen. Sein Zusammenbruch würde zunächst das Chaos bedeuten, da es außerhalb des Systems keine Aufnahmestrukturen für die Alternativen gibt. Es geht eher darum, die neuen Strukturen auf regional-nachbarschaftlicher Basis langsam. In unermüdlicher Kleinarbeit, im ständigen Kontakt mit dem Nächsten in Haus, Familie, Gruppe, Gemeinde, Betrieb, Schule, Ortsverein usw. zu erproben, damit sie einsatzfähig sind, wenn das System eines Tages abgewirtschaftet hat, weil die Ressourcen ausgehen, das Wachstum stockt, die Absatzmärkte schrumpfen, Arbeitslosigkeit und Inflation anschwellen und die Rüstungslasten untragbar werden, kurz: wenn der Industrierealismus, der, wie die Einsichtigen seit einiger Zeit wissen, nur eine kurzlebige Raub- und Ausbeutungsperiode af diesem Planeten sein kann und konnte, in den letzten Zügen liegt.

Dann muss die neue Aufnahmestruktur, müssen die Prinzipien einer neuen Energiewirtschaft, etwa eine dezentrale Sonnen-Wasserstoff-Wirtschaft, wie sie die Energiewissenschaftler John O. Bockiris und Eduard Justi bereits im realisierbaren exakten Modell ausgearbeitet haben: überschaubare Produktionseinheiten, eine dynamische Kreislaufwirtschaft, das Recycling der Rohstoffe, eine Verkehrsreform vom Auto weg zum öffentlichen Nah- und Fernverkehr, Selbstgestaltung der Produktionsabläufe auf basisdemokratischer Grundlage usw., dann müssen alle diese neuen Strukturen eines menschenmaßgerechten Wirtschafts- und Soziallebens in bereits praktisch auf regional-kommunaler Basis ausprobierten Keimzellen bereitstehen. Anders ist die große Wandlung kaum vorzustellen.

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An dieser Stelle vielleicht noch ein kurzer Blick auf eine neue Konzeption des sogenannten Bruttosozialproduktes. Seine Höhe, die Menge also der materiellen, handwerklichen, industriellen und landwirtschaftlichen Produkte, aber auch die sozialen Dienstleistungen, wie Verwaltung, Verkehr, Justiz, Medizin, Finanzen etc., gilt als Maßstab des individuellen und sozialen Wohlbefindens. Aber der Beweis, dass die Gesellschaft mit dem höchsten Bruttosozialprodukt auch die glücklichste Gesellschaft ist, ist angesichts der steigenden Krebs- und Selbstmordrate, der Unsicherheit, der Angst, der wachsenden Kriminalität, des Terrors etc. immer schwerer zu führen.

Vielleicht sollte man deshalb den Begriff des Bruttosozialproduktes BSP durch den des Bruttosozialglückes BSG ersetzen. Bruttosozialglück entsteht, wenn jeder Bürger in dem Sinne glücklich wird, dass er sich in einem inneren Einklang mit dem von ihm geführten Leben befindet.

Heinrich Schirmbeck-freie- und FriedensUni

Ich denke in diesem Zusammenhang etwa an das Problem der strukturellen, durch Automatisierung, Rationalisierung und Mikroelektronisierung beschleunigt wachsender Arbeitslosigkeit. Es könnte gelöst werden, wenn wir zu einer Neudefinition des BSP im Sinne des BSG kämen. Die bisherige Auffassung geht davon aus, dass Arbeitsplätze nur dann wirklich produktiv sind, wenn sie entweder materielle Verbrauchsgüter schaffen oder Abgeltbahre soziale Leistungen erbringen.

Arbeitsplätze dagegen in den ökologischen Bereichen werden bisher, wenn sich auch, sogar bei den Machthabern und Profitmanagern, ein allmählicher Wandel des Denkens vollzieht, mehr als Kostenfaktoren angesehen, die, die Volkswirtschaft belasten. Aus der Perspektive des BSG betrachtet, ist eine solche Sichtweise jedoch blanker Unsinn, denn reines Wasser, saubere Luft, sauerstoffproduzierende Wälder, eine unvergiftete Pflanzen- und Tierwelt, das sind doch keine Kostenfaktoren, sondern die eigentlichen Produkte der Natur, von denen wir alle leben und auf deren Grundlage unsere Produktionsfähigkeit erst gedeiht und die bisher nur deshalb nicht als die grundlegenden Aktivposten in die nationalökonomische Bilanz eingegangen sind, weil der national-ökonomische Eigentums Begriff nicht eindeutig auf sie anwendbar ist. Sie sind Gemeineigentum, gehören also zu jener Geobiologischen Kategorie, die man in der antiken und mittelalterlichen Wirtschaft als die „Allmende“ bezeichnete. Die Tragik dieser Allmende besteht darin, dass niemand, am allerwenigsten die Profitkonzerne, sich für ihre Pflege und Reinhaltung verantwortlich fühlt. Jeder lädt seinen Schmutz und sein Gift dort ab, in der egoistischen Kalkulation, dass der dadurch erzielte private Nutzen den von ihm in Kauf zu nehmenden allgemeinen Schaden hundert- oder tausendfach aufwiegt.

Nichtsdestoweniger sind der Gaben der Allmende nicht weniger Produkte als jene Gaben, die wir Essen und Trinken unser Leben erhalten und die wir durch Arbeit erzeugen müssen. Arbeitsplätze, die diese gemeineigenen Güter erzeugen, sind also, auch national-ökonomisch gesehen, mindestens genauso notwendig wie die Arbeitsplätze der konventionellen Güter- und Sozialleistungs-Produktion.

Zu diesen Produktionsgütern gehört auch der Friede. Er erst ist ja die Voraussetzung aller anderen Güterproduktion. Er gehört zu der Perversionen und Ungeheuerlichkeiten der geläufigen Wirtschaftstheorie des Industriezeitalters, dass die Produkte der Rüstungs-Industrie, die im Frieden keinen anderen Zweck und Sinn haben als auf ihre Verschrottung, die bereits in ihre Produktion einkalkuliert ist, zu warten, weil sie in der sich immer schneller drehenden Rüstungsspirale bereits bei ihrer Fertigstellung veraltert sind, und die im Kriege der Massenzerstörung dienen, dennoch als Faktor in das BSP eingehen. Im System des Bruttosozialglücks wäre das nicht mehr der Fall. Da ist der Friede gewissermaßen das fundamentale Produktionsgut, auf dessen Grundlage alle anderen erst ihren Sinn und Nutzwert gewinnen.

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Friede als Produktionsgut: eine Sicht, die sogar hartgesottene Rüstungs-Monopolkapitalisten beflügeln könnte, endlich die Produktion auf das einzig positive und auf absehbare Dauer rentable Produktionsgut umzuschalten.

Friede als Produktionsgut: ein Antrieb, eine unvergleichbare Motivation für schöpferische Kreativität auf allen Lebensgebieten. Wenn der Friede das allen gemeinsame Produktionsgut ist, könnte er allen Nationalwirtschaften als erstrebenswertes Produktionsziel dienen, das zugleich den Vorteil hätte, dass der lästige und konfliktträchtige Konkurrenzdruck zwischen den einzelnen nationalstaatlichen Volkswirtschaften – ich nenne nur das Konkurrenzdreieck Japan-USA-Westeuropa – wegfiele, denn wer Frieden produziert, ermöglicht damit auch dem anderen, Frieden zu produzieren. Das wäre dann der andere, der wirtschaftliche Aspekt der internationalen Sicherheitsgemeinschaft!

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Das makabre Make-Up der MISS EUROPA

Abschrift der 1952 verfassten Publikation

Das makabre Make-Up der MISS Europa

Herrr Icks, ein Reisender in Parfümeriewaren, bleibt eines Tages in einer kleinen westdeutschen Kleinstadt hängen, diese Kreisstadt ist wie jede beliebige.
Es zeichnet sie zunächst nichts anders aus, als dass man hier mir Vorbereitungen zu einem Museum beschäftigt ist, von dessen neuartigem Charakter sich das Fremdenverkehrsbüro eine belebende Wirkung auf den Tourismus verspricht.
Das Museum zeigt keine naturkundlichen oder lokalhistorischen Reliquien der üblichen Art, sondern – Menschen!

Keine Wachsfiguren, sondern wirklich lebende Menschen in typischen Situationen der Zeit.

Da sieht man, in abgeteilten gläsernen Zellen, etwa eine Näherin in rasend eintöniger Akkordarbeit für eine Konfektionsfabrik; einen abgestumpften Flüchtling, der, hoffnungslos auf einem Stuhl sitzend, den Typus des Wartenden verkörpert, jenes BAAwartenden, der in Millionen Exemplaren die Wartezimmer der Ämter, Organisationen und Institute des modernen Massendaseins bevölkert; den Menschen in der Untergrundbahn, zusammengepfercht, grau, erschöpft, von Reklameflächen umflimmert, und ähnliche typische Existenzen mehr.

Der harmlos banausische Herr Icks lässt sich vom Leiter des Verkehrsamtes bereden, Angestellter des Verkehrsamtes zu werden.
Aber bald stellte sich heraus, daß er sich durch die Unterschrift in die Gewalt eines geheimnisvollen Unternehmens, des IFE, begeben hat, das neben dem Menschenmusuem, dem „Hominiden Garten“, noch andere gesellschaftswissenschaftliche Einrichtungen unterhält, zum Beispiel die „Statistische Akademie“, eine Art überdimensionalem Gallup-Intituts, das auf Grund statistischer Erhebungen den realen Seinsgehalt des „homo -europaesu“ unserer Zeit festzustellen sucht.

Die Maschen des Instituts ziehen sich immer enger um das Gebiet der Kreisstadt zusammen, Fragebogen werden an alle Einwohner ausgegeben, die scheinbar bis in die intimsten Winkel der individuellen Existenz hineinleuchten und dennoch nur Auskünfte zutage fördern, die das monoton typisierte Gesicht der modernen Gesellschaft enthüllen.

Ein unentrinnbares System von Kontrollen, Analysen, undurchsichtigen Dienstbefehlen, geheimnisvollen Klassifizierungen, Leistung- und Kalorienexperimenten hält die Bevölkerung in unheimlicher Spannung.

Zug um Zug offenbart das IFE, dessen naiv optimistisches, wenn auch gelegentlich von  treuherzigen Zweifeln erfaßtes Werkzeug der ehemalige Parfümeriereisende Icks ist, seinen Charakter als mächtige ausländische Studiengesellschaft, die sich der Gunst und Unterstützung nicht nur der Besatzungsmacht, sondern auch höchster deutscher Regierungsbehörden erfreut.

Das Gebiet der Kreisstadt wird vom übrigen Landesgebiet isoliert; man verhängt eine Art Quarantäne, in deren Vollzug das IFE schließlich die alleinige Exekutivgewalt ausübt.
Das Experiment nimmt immer groteskere Formen an; die Einwohner flüchten sich in typische Transaktionen, um der Angst vor dem Unbekannten Herr zu werden; schließlich verenden sie ahnungslos-grauenserstarrt in der apokalyptischen Szenerie eines als Film-Festival getarneten Atombomben-Experimens, das vom IFE (endlich als „Internationaler Film Export“ alias „Institut für Europa“) im Auftrag einer überseeischen Macht durchgeführt wird.

Das Ganze ist nicht etwa ein makaberer Scherz, frei nach Kafka, sondern das Thema eins erstaunlichen satirischen Romans von Hermann Kasack* Schon in seiner Stadt hinter dem Strom hatte es Kasack verstanden, das Gespenstische, Unwirkliche, das Seinsentleerte und nur noch Pantomimische der untergehenden abendländischen Kultur in einer düsteren Vision der Unterwelt sichtbar zu machen.

Das neue Buch Kasacks spielt aber nicht mehr im Totenreich, sondern in der Wirklichkeit der westdeutschen Bundesrepublik.

Wenn trotzdem die Anklänge des einen an das andere so zahlreich und frappant sind, dann zeugt das wohl nicht nur ausschließlich für die unveränderte, auf das Nekrophilie gerichtete Optik des Autors, sondern wohl ebensosehr für eine unverkennbare Ähnlichkeit der Situation; denn auch die Existenz der politischen Konstruktion, die nach dem Krieg in Westdeutschland errichtet wurde, hat etwas Makabres an sich, wie sie sich weil sie sich vorwiegend aus dem Geist einer fragwürdigen Vergangenheit, aus Schatten einer allzu billigen und fratzenhaften durchsichtigen Restauration nährt, die schon jetzt weider von den Dunkelmännern der faschistischen Morgenluft umwittert wird.

In dieser Sicht gesehen, steht Kasacks Buch, wenn auch vom Autor wahrscheinlich ungewollt, im Dienst einer unaufhaltsamen Dialektik, politisch-gesellshcaftlicher Seinsenthüllung; es spiegelt, rundheraus gesagt, das tiefe Unbehagen des westdeutschen Untertanen mit der Unwahrhaftigkeit der politischen Situation wieder, in die er sich gestellt sieht.

Aus diesem Grunde wirkt das Buch von Kasack wie ein Fanal.
Es ist, von der Warte des parodierenden Satirikers aus, eine symbolhaft verkleidete Abrechnung mit jener angelsächsischen Weltstrategie,  die den kleinen europäischen Brückenkopf, dieses immer noch so unwahrscheinlich vielgestaltete Troja übereinandergeschichteter Kulturen und Epochen, gerade noch als eine nützliche Figur im imperialistischen Schachspiel betrachtet.

Die Metapher des Schachspiels wird deutlich genug in einem Kapitel des Buches gezeigt, wo Icks, der ahnungslos-bornierte Handlusngreisende, Prototyp des unsterblichen deutschen Schildbürgers, jenes Typs, der sich am anfälligsten für die lemurischen Lockungen der faschistischen Hydra gezeigt hat, zu einer der drei Direktorinnen des IFE gerufen wird.

Dieses Mitglied des in der „statistischen Akademie“ mystisch-sakral regierenden Triumvirginats entpuppt sich dem erstaunten teutschen Michel erstaunlicherweise als eine moderne junge Dame in Sonnenbrille und „make-up“. Ihre sonderbare Liebeserklärung, der Icks mit gesundem Instinkt ausweicht, kleidet sie in die metaphorische Sprache eines Traumes, in welchem Icks als possierliche Ritter-Schachtfigur eine durchaus unmissverständliche Rolle spielt.

Auch sonst ist das Buch gespickt mit anzüglichen Spitzen gegen den nivellierenden Einfluss der angelsächsischen Zivilisationsbürokratrie.

Das ist umso bedeutsamer, als der Verfasser als durchaus unverdächtiger Feind aller östlichen Ideologien und neutralistischen Tendenzen gilt.

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An dieser Stelle unterbrechen wir den Vortrag und geben dem Leser die Möglichkeit eigene GeDanken und Parallelen zur Jetztzeit zu entwickeln und natürlich auch zu formulieren.
Natürlich hat Heinrich Schirmbeck hier noch weiteres Gedankengut als kritische Betrachtung eingebracht, das wir Ihnen in der Fortsetzung des Artikels gerne noch vortragen möchten.

Unser Dank an dieser Stelle gilt Helga Willuweit-Schirmbeck, der Witwe des Menschen und vielfach brillirenden Autoren, die sich für das Werk und deren Erhaltung und Verbreitung in fast unmenschlicher Aufopferung eingesetzt hat und dies noch heute tut.

Ebenfalls gilt unser Dank Gerald Funk der durch seine herausragenden Publikationen zu und über Heinrich Schirmbeck, den Literaten Heinrich Schirmbeck in der Facettenreichen Art als eben den aussergewöhnlichen Schriftsteller dargestellt hat.

So auch in diesem Werk!

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Unsere Anmerkung zu Heinrich Schirmbeck

Dieser Beitrag, eine wichtige Betrachtung Heinrich Schirmbeck`s als Universialisten und Mitbegründer der Partei „die Grünen“ Deutschlands an der aufgezeigt werden kann wie wichtig die im Jahr 2015 zum 100. Geburtstag des Menschen Heinrich Schirmbeck manifestierte Entscheidung war und heute noch ist, den Autoren als eben diesen Universialisten den Menschen näher zu bringen, als den wir die Verwalter seines geistigen Erbes ihn sehen.
Es genügt nicht ihn als Literaten in die gepolsterte Ecke des literarischen Publikums zu setzen und dort verkümmern zu lassen.

Heinrich Schirmbecks Zeitgeist und frühe Wahrnehmung mit dem kritischen Finger des Essayisten und – wie schon oftmals und gerne geäußerten Habitus des Universialisten – hat hier durch seine Aufrechte Haltung schon sehr früh und nachhaltig bewiesen dass sein Denken und Handeln anders war und heute noch ist, als derer die ihn bisher nicht gerne wahrgenommen haben.

Gerade heute, in der vorbereitenden Phase der Errichtung der Heinrich Schirmbeck freien- und friedensUniversität im Rahmen der Gründung der Heinrich Schirmbeck Institute eG (iG) als Genossenschaft, lässt sich der globale politische und sozialreformende Charakter des Autors nicht mehr in die bequeme Ecke des nur Literaten verDrängen.
Hans-Jürgen Bell Schirmbeck Stiftung im März 2020

* Hermann Kasack: das Große Netz. Frankfurt am Main 1952

„Friedensgespräche“ Teil I und II in Bonn!

Liebe Leserinnen und Leser unseres Journals!
Heute begeben wir uns auf einen Weg des bisher in dieser Form von uns noch nicht geführten Dialoges, zu dem wir Sie herzlich einladen möchten!
Durch Abschreckung zum Krieg - oder doch zum Frieden
Wir stellen uns im Rahmen unserer „Friedensgespräche“ in Zusammenarbeit mit der Mittelstandsmanufaktur eG und der Heinrich Schirmbeck Institute eG (iG) der oder die Frage:

„Wie Friedensfähig ist die Wirtschaft

in Deutschland – Europa – der Welt?“

Inspiriert von den nachfolgenden Gedichten,

Der Tag nach dem Krieg.

Der Samen am Baum der Erkenntnis – vertrocknet!
Auf jedem Weg Steine der Weisheit – zersprengt!
Am Strand verlaufen sich die Wellen – blutgetränkt!
Willenlos streicht Wind – grau!
Jenseits von Gut
Menschenleiber – Tierseelen
Leblose Schreie der Unfassbarkeit
Pflanzenstümpfe!
Wände aus denen tote Fenster starren
Warten auf den Zerfall…
Endlich:
Zeit spielt keine Rolle mehr!!
Landschaftslos verschwendet sich das Farbenspiel des Sonnenaufgangs.
Erde zu Erde – Erde zu Asche
Und niemand der den Duft des Meeres noch preisen kann
Heute ist: Der Tag danach!!

(Gedicht von Uschi Hammes)

“Wie man den Krieg führt, das weiß jedermann; wie man den Frieden führt, das weiß kein Mensch. Ihr habt stehende Heere für den Krieg, die jährlich viele Milliarden kosten. Wo habt ihr eure stehenden Heere für den Frieden, die keinen einzigen Para kosten, sondern Millionen einbringen würden?”

Karl Friedrich May (1842 – 1912), eigentlich Carl Friedrich May,
Pseudonym Karl Hohenthal; dt. Jugendschriftsteller”

Quelle: May, Ardistan und Dschinnistan I, 1909″

“Meiner Generation erzählten Väter und Großväter vom Krieg, heute erzählen Kinder und Enkel ihren Vätern und Großvätern vom Krieg.”

© Olaf Dudek (*1953), Ph.D. economics und Journalist

gehen wir am 20.3 und 22.3. den weiteren inhaltlich angegegliederten Themen nach:

Was kann und trägt die mittelständische Wirtschaft, Gesellschaft dazu bei? Welches Potential kann durch eine globale Co-operative mittelständische Wirtschaft zur Friedenserzeugung, Friedenserhaltung und Friedenssicherung entfalten?

HUMAN EDEN, als eine Welt Model – auf den Gedanken, Unterlagen und Entwürfen von Dag Hammarskjöld´s “Visionen einer Menschheitsethik” und in der Folge skizziert durch Umrisse einer Weltsicherheitsgemeinschaft, durchaus als Folgewerk für “eine Welt der Hoffnung” anzusehen aufbauend. Als eine andere Form der Interpretation eines Wirtschafts- und Lebensmodell entwickelt. Durch die in der Gründung befindlichen Heinrich Schirmbeck Institute eG, als Grundlage für die Errichtung der Heinrich Schirmbeck freien- und friedensUniversität herangezogen um Frieden als Produktivgut ins Bewusstsein der Menschheit zu rufen und Bruttosozialglück als Alternative Volkswirtschaftsrechnung durchzusetzen?

Ideologie, Spinnerei oder tragfähige und reale Vision?

Lassen Sie uns darüber sprechen und daraus ein gemeinsames Projekt – HUMAN EDEN in die Tat umsetzen.

Am 20.3.2018 von 10 bis 13 Uhr und am 22.3.2018 von 13 bis 17 Uhr in Bonn.

Den Veranstaltungsort geben wir noch gesondert bekannt.
Tickets erhalten Sie über unsere Ticket Hotline:

https://mittelstandsmanufaktur.de/kaufhaus/veranstaltung/friedensgespraeche-2018-1/

https://mittelstandsmanufaktur.de/kaufhaus/veranstaltung/friedensgespraeche-2018-2/

Wir freuen uns auf spannende „Friedensgespräche“!

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Heinrich Schirmbeck: „Die Zukunft und die Evolution des Gewissens 1955“.

„Das größte menschliche Gebet bittet nicht um den Sieg, sondern um Frieden.“
―Dag Hammarskjöld-

Das einigende Band, das uns alle umschlingt, ist der Informationsfluss, der von Zelle zu Zelle, von Individuum zu Individuum strömt. Am ausgeprägtesten und schönsten in der Sprache des Menschen, die nur eine symbolische Form der Liebe ist.
Die Zukunft wird uns nicht in den Schoß fallen. Sie ist zu einem wesentlichen Teil auch die Frucht unserer divinatorischen Fähigkeiten, unseres Ahnungsvermögens für das, was die Evolution, deren höchstes und bewusstes Organ wir selber sind, für uns bereithält. Wir werden die Erfordernisse der Zukunft zu erkennen versuchen, um rechtzeitig die Mittel bereitstellen zu können, deren unsere Enkel und Urenkel bedürfen, um die Aufgabe ihrer jeweiligen Gegenwart zu bestehen. Zukunftsplanung ist zu einem Instrument der Evolution geworden.

Das Leben ist ein ungeheuer kompliziertes und verletzliches kybernetisches System, das sich selbst regeln würde, wenn nicht seit einigen hunderttausend Jahren ein Fremdkörper zunehmende Macht in ihm gewonnen hätte: der menschliche Intellekt. Ursprünglich hat ihn das Leben zu dem Zweck geschaffen, seine eigene Evolution zu beschleunigen, als Stimulans und Reizfaktor gewissermaßen der, selbst eine Art kybernetischen Computers, im großen ökologischen Regelsystem nun sein eigenes Programm zur Geltung bringt, eine große Zahl neuer Sollwerte konstituiert und sich als >Führungsgröße< nun allen anderen vor ihm existierenden kybernetischen Systemen –ausschaltet- und deren Sollwerte nach eigenem Belieben –verstellt-. Dabei unterlaufen ihm Irrtümer; die ineinander verflochtenen Systeme wachsen über seine eigene Begriffskapazität hinaus. Er steht vor einem Labyrinth und weiß keinen anderen Ausweg als die Errichtung einer künstlichen kybernetischen Welt, einer Welt der Computer, die ihm die verlorene Orientierung zurückgewinnen sollen.
Aber die Computer vermögen nur dann wieder Ordnung zu schaffen, sagen einige Kulturkritiker, wenn sich das Gehirn sich selbst zu einer höheren Leistungspotenz emporzüchtet. Vielleicht sind die Wissenschaftssiedlungen von einer Explosion der Genies aus den Intelligenz-Gettos vor solcher Wahrheit nicht allzu weit entfernt. Der Einfluss des Milieus, des zweiten genetischen System, ist nicht hoch genug einzuschätzen. Aber mit welcher Art von Genies hätten wir dann zu rechnen? Es würden vorwiegend wieder Mathematiker, Physiker, Chemiker, Molekulargenetiker, Biophysiker sein. Gehirne also, die das Leben quantitativ-mathematischen Kategorien zu fassen versuchen. Keine Genies der Humanität, der sozialen Harmonie, Genies die aus den revolutionierten Bedingungen der gesellschaftlichen Verfassung, der psycho-sozialen Welt, die Axiome einer neuen Sittlichkeit und Ethik zu konzipieren vermögen.
Wir brauchen zwar das naturwissenschaftliche Genie, wenn diese Menschheit biologisch weiter existieren soll, wir brauchen aber noch weit dringender das ethische Genie, das uns den Weg zum wahren Menschsein zeigt.

Warum ich für Frieden und Abrüstung plädiere!

Diesen Aufruf verfasste Heinrich Schirmbeck zum Anti Kriegstag 1979

„Die Welt, wie sie scih in der zweiten Jahrtausenhälfte darbietet, ist ein kaum durchschaubarer Komplex aus technischem System-Rationalismus und ideologisch-massenpsyschologischem Irrationalismus.

Ob sie diesen Widerspruch überlebt, weiß niemand. Will sie ihn überleben, dann nur, wenn endlich die Anweisungen der Bergpredigt, insbesondere die Verheißung: „Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen!“ in internationale politische Berhaltenspraxis umgewandelt werden.

Daran geht kein Weg vorbei.
Was Jahrhunderte und Jahrtausende hindurch als wirklichkeitsfremde Illusion belächelt worden ist: der Glaube an die Möglichkeit des Friedens unter den Völkern, wie ihn der Prophet Jesaias als eschatologische Hoffnung ausspricht, das erweist sich heute als einzig gangbarer Ausweg aus der Krise, sodaß sogar ein Pragmatiker und nüchterner Realist wie der ehemalige Direktor des WeltwirtschaftsInstitutes in Kiel, Fritz Baade, sagte: „Die Wahrheit überdas Christentum ist, dass es noch niemals so aktuell, nämlich so Lebensnotwendig für alle Menschen gewesen ist wie heute. Wenn wir überhaupt Hoffnung haben, dass unsere und dei nächste Generation die ungeheure Aufgabe lösen werden, die vor uns steht – nämlich die Sicherung des Friedens, die Rettung der Erde als bewohnbare Stätte und die Herstellung größerer Gerechtigkeit zwischen Reich und ARm, Nord und Süd – so können wir diese Hoffnung praktisch nur daraus schöpfen, daß das Christentum gerade erst an den Anfängen seiner wirklichen Weltmission steht.“

Der Mensch an sich ist kein Mörder und Zerstörer. Erst die psyschologischen Eigengesetzlichkeiten von Gruppen, Verbänden und Staaten im Verein mit der Machtlüsterheit Einzelner und hierarischischer Gruppen, sein Trieb zur Absolutsetzung relativer Teilwahrheiten – Ideologien – führen zu den Massenopfern der Kriege.

Im Gegenwärtigen Moment, da der Krieg – auch für den sogenannten „Sieger“ – die absolute Vernichtung bedeuten würde, hilft nur noch ein völliges Umdenken.
Die tödliche Rüstungsspirale kann nicht durch „gegenseitiges Aufholen“ sondern nur nur durch freiwilligen Verzicht auf das Wettrüsten und durch Vertrauen und Vernunft und Einsicht des anderen (Bisher „Gegner“ genannt) beendet bzw. durchbrochen werden.
Das klingt im Sinne der bisherigen Politik utopisch uns selbstmörderisch, ist aber die einzige Chance zur Rettung der Menschheit. Die Bergpredigt muss Weltpolitik werden.

Sie ist die heute noch einzige mögliche „Real“-Politik!

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Warum ich mich für Frieden einsetze

Öffentliche Anfrage an Bundeskanzler Helmut Schmidt!

Heinrich Schirmbeck, Januar 1981

Öffentliche Erklärung in Form einer Anfrage, gerichtet an den
Bundeskanzler Helmut Schmidt. In Sachen Stationierung von
Pershing II-Mittelstrecken-raketen und Cruise Missiles auf dem Boden der Bundesrepublik Deutschland;

Verteidigung und Koordinierung der Befehlskompetenzen innerhalb der NATO (Schlüssel-System) im Falle eines geplanten Einsatzes dieser Waffen;
Frage eines diesbezüglichen Veto-Rechtes der Bundesrepublik.

Sehr geehrter Her Bundeskanzler!
Im Anschluss an die diversen Zuschriften des Erstunterzeichners in Sachen Nachrüstungsbeschluss und Friedenssicherung darf ich mich heute noch einmal an Sie wenden, und zwar u.a. auch im Zusammenhang mit der in den letzten Wochen und Monaten unter der Drohung des noch nach dem neuen amerikanischen strategischen Konzept (Direktive 59) wieder für möglich gehaltenen „ersten Atomschlages“. Die neu belebte Diskussion um den Plan einer kernwaffenfreien Zone in Mitteleuropa, der ja bereits 1957 von dem damaligen polnischen Außenminister Rapacki der Vollversammlung der Vereinten Nationen unterbreitet wurde. Dieser Plan nahm auch die ursprünglichen Vorstellungen wieder auf, die nach Kriegsende, ehe es zur Wiederbewaffnung der BRD kam, über eine künftige deutsche Friedenspolitik die, die internationale Diskussion beherrschten.
In seiner Grundkonzeption deckte sich der Rapacki-Plan, wenn auch nicht vollständig doch so weitgehend mit den Forderungen und Zielsetzungen der gegenwärtigen Friedens- und Abrüstungsinitiativen in der BRD, z.B. der Forderung nach dem Abzug aller fremden Truppen von beiden deutschen Staaten; Bündnisfreiheit; Neutralität; Entfernung aller ABC-Massen-vernichtungswaffen von Boden beider deutschen Staaten; Abschaffung und Verschrottung aller Angriffswaffen; Verbot jeglichen Waffenexportes etc. Die Zielsetzungen solcher Vereinigungen wie DFU, Koordination Ökologie und Frieden, Die Grünen, BBU, DFG/VK, Komitee für Frieden, Abrüstung und Zusammenarbeit, Komitee für Grundrechte und Demokratie und vieler anderer mögen in Einzelheiten voneinander differieren: Im Grundsätzlichen, nämlich in der Ablehnung der Stationierung von atomaren und sonstigen Massen –Vernichtungs-Waffen, der Forderung nach Abrüstung und Neutralität sind sie leicht auf ein gemeinsames Grundsatzprogramm zu koordinieren. Das entspräche auch dem Ergebnis einer im II. Halbjahr des Emnid-Institutes, wonach 43% der Bundesbürger sich für Neutralität der BRD zwischen DEN Amerikanern und den Sowjets ausgesprochen haben. Diese 43% Anhänger einer unabhängigen, bündnisfreien deutschen Friedenspolitik sind im Bundestag nicht durch einen einzigen Abgeordneten vertreten!

Ein wahrhaft absurder Zustand, der nicht für eine dem Volkswohlwollen entsprechende Funktionsfähigkeit der sogenannten parlamentarisch-repräsentativen Demokratie spricht.

Die gegenwärtige deutsche Friedensbewegung nimmt die Vorstellung, der damals in dieser Frage noch einmütigen Alliierten nach Kriegsende über eine vollständige Entmilitarisierung und Neutralisierung Deutschlands wieder auf. Die UdSSR bot in den 50ziger Jahren die Wiedervereinigung, Entmilitarisierung und Neutralisierung Deutschlands an.

Adenauer machte durch seine Wiederaufrüstungs-Politik, seine einseitige Bindung an die USA diese Möglichkeit, die uns Sicherheit, Frieden und Unabhängigkeit garantiert hätte, zunichte.

Unter dem Eindruck der gegenwärtigen Zuspitzung der Ost-West-Konfrontation, der neuen amerikanischen Atomrüstungs-Strategie, der Unterminierung der atomaren Parität durch Erwägungen des Pentagons, einen atomaren Erstschlag zu riskieren etc., wird immer mehr besorgten Deutschen klar, dass unsere Sicherheit und Überlebungschancen nicht einseitig auf dem riskanten Fundament einer hegemonistischen amerikanischen Interessen-, Rohstoff- und Energiepolitik beruhen können.

Die Sicherheitspolitik der BRD weiterhin an eine solche gefährliche Strategie zu ketten, könnte zum atomaren Untergang Deutschlands führen. In diesem Augenblick zeigt sich deutlich, wie lebenswichtig es für unsere Zukunft gewesen wäre, wenn die wiederholten Angebote der UdSSR, Mitteleuropa zu einer neutralen, kernwaffenfreien Zone zu machen, um so den USA nicht die Möglichkeit zu geben, einen nuklearen Schlagabtausch unter Umständen unter Schonung ihres eigenen Areals zunächst in Europa stattfinden zu lassen, vom Westen aufgegriffen worden wäre. Zumindest hätten diese Angebote auf ihre Ernsthaftigkeit hin geprüft werden müssen.

Wenn die Sowjetunion nicht mehr wie bisher im Rahmen der paritätisch-nuklearen Globalstrategie nur von amerikanischen Boden, sondern auch von dem westeuropäischen und insbesondere von dem west d e u t s c h e n NATO- Areal aus vernichtet werden kann, entsteht eine völlig neue Sicherheitssituation für uns Deutsche beiderseits der innerdeutschen Grenze, für deren Bewältigung die bisherigen Konzepte nicht mehr ausreichen.

Die Durchführung des sogenannten NATO-Nachrüstungsbeschlusses vom Dezember 1979 könnte bei einer plötzlichen Zuspitzung der Ost-West-Konfrontation – Beispiele haben wir im vergangenen Jahr erlebt und Sie selbst waren es, der die Situation mit derjenigen vor Ausbruch des ersten Weltkrieges verglich! – die Sowjetunion geradezu zwingen (und amerikanische Militär-Experten wie Daniel Ellsberg u.a. sehen das nüchtern und klar), Erwägungen darüber anzustellen, ob die Ausschaltung der dann in der BRD stationierten Pershing II und Cruise Missiles durch einen atomaren Präventivschlag nicht in ihren fundamentalen Überlebensinteresse läge. Die Ausführung einer solchen für die UdSSR in gewissem Sinne als defensiv einzustufende Absicht würde unsere totale Vernichtung bedeuten. Denn die geplante Stationierung amerikanischer atomarer Mittelstrecken-Raketen bedeutet andererseits für die USA die Möglichkeit und Verlockung, sich ihres sowjetischen Gegners nicht vom eigenen Areal aus, sondern von deutschen Boden aus unter kaltblütiger Aufopferung ihres deutschen „Vasallen“ zu entledigen. Eine solche Möglichkeit müsste uns notwendigerweise zum Ziel eines russischen atomaren Präventivschlages machen.

Was das bei unserer Bevölkerungsdichte und der Gespicktheit unseres Staatsgebietes mit Kernkraftwerken bedeuten würde, brauche ich nicht auszumalen. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die auch Ihnen, sehr geehrter Herr Bundeskanzler, sicherlich bekannten Enthüllungen des früheren amerikanischen Präsidenten-Beraters und ranghohen Beamten und Experten des Pentagons, Daniel Ellsberg, der vor der Weltpresse die neue offensive, auf atomare Überlegenheit und die Fähigkeit zum Erstschlag setzende und damit die bisherige Konzeption des Gleichgewichts der gegenseitigen Abschreckung aufgebende Atomstrategie bloßstellte.

Die Rolle West- und Mitteleuropas im Schlepptau der USA müsste unter den neuen Voraussetzungen völlig neu durchdacht werden. Wenn z. B. vor einiger Zeit der jetzt abtretende Präsident Carter und zu Beginn der Dezember-Tagung der NATO der US-Verteidigungsminister Harold Brown verlauten ließen, im Notfall würden die USA zur Verteidigung Mittel- und Westeuropas auch Atomwaffen einsetzen, so müsste doch zunächst einmal klargestellt werden, von w e l c h e m Areal aus diese Nuklearwaffen eingesetzt werden sollen, von amerikanischem oder vom europäischem, das ist schließlich die K a r d i n a l – Frage!

So brüderlich und solidarisch eine solche Verteidigungsabsicht klingt, so muss doch gefragt werden, in w e s s e n Hauptinteresse sie liegt, ob im europäischen oder amerikanischen?

Schon oft in der Weltgeschichte wurde der Verteidigte das Opfer der Verteidigungsmaßnahmen der Verteidiger. Eines ist klar: amerikanische Nuklearwaffen zur Verteidigung Mitteleuropas von e u r o p ä i s c h e m Boden aus eingesetzt, bedeuten eben n i c h t den Schutz Europas, sondern eine atomare Zerstörung und zugleich die Schonung der USA, die wieder einmal mit einem blauen Auge davonkämen. Die Frage ist: wer schützt die Vallen im blitzschnellen Ernstfall vor dem todbringenden „Schutz“ des über die Vernichtungswaffen verfügenden Bündnispartners? Diese Frage müßte vor der Bevölkerung offen ausdiskutiert werden. Stattdessen werden beruhigende Geheimnisschleier verhängt.
Wir wiederholen: der Nachrüstungsbeschluss der NATO auf dem Gebiet der Mittelstreckenraketen erfordert ein völlig neues Durchdenken unserer strategischen Situation, eine Klärung der Prioritäten und Auslösemechanismen im Bündnis, eine Klärung der Frage: wer verteidigt eigentlich wen im Ernstfall? Wer hat die Verfügungsgewalt über die auf europäischem Boden stationierten Atomraketen, d. h. wer bestimmt, ob sie eingesetzt werden oder nicht? Verfügt die NATO als Ganzes über sie oder sie USA allein? Hat im Konfliktfall USA-UdSSR die BRD ein Veto-Recht, falls sie sich nicht zum atomaren Prügelknaben der USA machen lassen möchte? Wenn ja, wo ist dieses Veto-Recht festgelegt? Wie funktionieren im Ernstfall die atomaren Befehls-, Koordinierungs- und Aus- löschungs-mechanismen zwischen den USA und den europäischen Verbündeten? Wie könnte ein Veto-Recht im Ernstfall, wenn es wie in Europa, um wesentlich verkürzte Vorwarnzeiten geht, überhaupt befehlsstrategisch praktiziert werden?

Ein solches Veto-Recht wäre ja doch Ausdruck der Souveränität der Bundesrepublik innerhalb der Grenzen des Bündnisses. Ist eine solche Souveränität angesichts der Tatsache, dass das Verhältnis beider deutscher Teilstaaten zu den ehemaligen Kriegsgegnern bis heute nicht aufgrund von Sonderverträgen mit den ehemaligen Feindstaaten des jeweiligen Bündnisbereiches geregelt ist, gegeben oder nicht?
All diese Fragen und äußert komplexen Sachverhalte, deren Ungelöstheit uns in der blitzschnellen Entscheidungssequenz eines möglichen Atomkonfliktes zum absoluten Verhängnis werden könnten, müssten vor der Öffentlichkeit rückhalts- und schonungslos offengelegt und ausdiskutiert werden. Das allein wäre wahre Demokratie, falls dieser Begriff überhaupt noch irgend einen menschengemäßen Sinn beinhaltet. Strategische Geheimniskrämerei und Generalstabs-Kompetenz ist im Falle der Atomstrategie ein Verbrechen n denen, die angeblich verteidigt werden sollen.
Bitte, sehr geehrter Herr Bundeskanzler, hören Sie aus diesem Brief keinen ideologischen Zungenschlag heraus. Das wäre eine totale Fehldeutung. Das Klima politischer Kommunikation ist in der Bundesrepublik leider ideologisch derartig vergiftet, dass Kritik an der westlich orientierten Vasallentreue – auch Kritik im Interesse nationaler Selbsterhaltung – sofort mit Moskau-Hörigkeit gleichgesetzt wird. Wir schätzen das Hegemoniestreben b e i d e r Weltmächte realistisch ein und verurteilen es. Wird es nicht bald durch eine Politik beiderseitiger Selbstbeschränkung, Friedenssicherung und Kooperation im Interesse internationaler Gerechtigkeit und ökonomischen Ausgleichs zwischen Nord und Süd ersetzt, scheint die Katastrophe früher oder später unausweichlich. Kritik und esorgnis eines Bundesbürgers, dessen Land dem westlichen Bündnis angehört, kann und muss sich natürlich aufgrund der Gegebenheiten gegen Inkongruenzen selbstzerstörerische Vasallen-Fallgruben und hegemonistisch-bevormundende Strategien der Vormacht (Strategien, die im Ernstfall die Opferung der Mitläufer, die wir in diesem Fall sind, bedeuten könnten) innerhalb des nun einmal bestehenden Bündnisses richten. Bei einem Polen gingen die Fragen und die Kritik an die andere Interesse.

Immerhin ist an einem historischen Faktum nicht zu rütteln, die einzige Macht auf dieser Welt bisher, die ohne militärische Notwendigkeit Atomwaffen gegen einen bereits kapitulationsreifen Gegner einsetzte und damit Hunderttausende der qualvollen atomaren Vernichtung preisgab, die einzige Macht, die das gleiche in den fünfziger und sechziger Jahren zuerst im Korea- und später im Vietnam-Krieg (wie durch die Kuba-Krise) ernsthaft in militärische Erwägung zog – von dem Gräueln des bestialischen Vietnam-Krieges ganz abgesehen – sind die USA und nicht die UdSSR! Dieses Faktum steht uns mit allen möglichen Implikationen immer vor Augen!
Mit einer solchen Macht im Bündnis zu stehen, erweckt in Kriesenzeiten jene Ängste, die Gegenstand dieses Briefes sind. Ein neutrales, atomwaffenfreies Mitteleuropa würde uns von diesen Ängsten befreien. Zumindest der atomare Nachrüstungsbeschluss der NATO, dessen Risiken in erster Lage die Bundesrepublik tragen soll, darf unter keinen Umständen verwirklicht werden. Dagegen wehren wir uns und wir wissen, dass sich viele andere mit uns dagegen wehren werden.
Herr Bundeskanzler, denken Sie an Ihren Amtseid, mit welchem Sie sich auf das Wohl und die Weiterexistenz der Bundesbürger verpflichtet haben. Wir Deutschen möchten nicht das atomare Leichenfeld der USA und der NATO im Interesse amerikanischer Welthegemonie werden, ebenso wie die Völker des Warschauer Paktes sich gegen die entsprechenden Plane der UdSSR wenden würden.
20.1.1981 Mit freundlichen Grüßen

gez. Heinrich Schirmmbeck
Dem Brief des Schriftstellers Heinrich Schirmbeck haben sich bisher durch ihre Unterschriften angeschlossen:
Prof. Dr. Dorothea Sölle, Prof. Dr. Robert Jungk, Prof. Dr. Ossip K. Flechtheim, Hartmut R. Fondermann, Gösta von Uexküll, Carl Amery, Eva Quistorp, Dr. Reinhard Opitz.
Die Bürgerinitiative Frieden durch Neutralität hat am 21. Januar dieses Jahres sämtlichen Abgeordneten des Bundestages den Brief des Schriftstellers Heinrich Schirmbeck an den Bundeskanzler zur Kenntnis gebracht.

Der Blick ins Dritte Jahrtausend…

Verfasst von Heinrich Schirmbeck im Jahr 1965!
In einer Rundfunk Essay die am 5.9.1965 im Süddeutschen Rundfunk 
in der Redaktion von J. Schlemmer ausgestrahlt wurde. 

Der Titel

Prognosen und Visionen 
Oder 
Der Blick ins dritte Jahrtausend!

Wir laden Sie ein eine Kleine Reise in, eben diese Zukunft des Dritten Jahrtausends zu machen!

Wir beginnen mit einer kleinen Bestandsaufnahme, die Ihnen möglicherweise einen Zustand beschreibt der nicht das Jahr 2025, wie in der Vorlage, sondern das Jahr 2017 beschreiben könnte!

Aus der Vorlage von Herbert George Wells, „die Zeitmaschine“ und der Ableitung von Egon Friedell der Wiener Kunsthistoriker, wurde von Heinrich Schirmbeck dieses Bild gezeichnet, das wir einmal als Fragment in uns aufnehmen wollen.

Wir befinden uns in einer Zeit, eben diesem Jahr 2025 in dem alles was die Menschen brauchen in Fankriken und zwar in seinem Beispiel in Atomfabriken hergestellt wird.

„Zum Lunch gibt es Sauerstoff aus dem Automatenzerstäuber, zum Mittagessen syntehtisches Eiweiß, statt achtstündigen Schlafs in molligen Federbetten eine fünfminütige Bestrahlung mit Ultraviolett.

In Folge dieser kolossalen Zeitersparnis auf allen Gebieten kommt es zu grimmigen sozialen Kämpfen: man rauft sich um das bisschen verbleibende Arbeit, und „höchstes Glück der Erdenkinder“ ist nicht mehr – wie bei Göthe „Die Persönlichkeit“, sondern der Zweiundzwanzigstundentag.

Und somit entwickelt sich ein neues Produkt – das auch durch Facebook oder sonstige SozialMedien nicht mehr befriedigt werden kann.

Die Langeweile als Produkt einer Automatenzivilisation spielt überhaupt eine bedeutende Rolle in der Büchern der modernen Geschichtspropheten.

Andrè Maurois, der französische Romancier, Essayist und Biograph bedeutender Persönlichkeiten, läßt in seinen „Fragmenten einer Weltgeschichte“, veröffentlicht von der Universität Timbuktu im Jarhe 2025, einen der fünf Männer des Weltdirektoriums, angesichts eines neuen Krieges, verzweifelt ausrufen:

„Es gibt etwas auf der Welt, was die Menschen mehr fürchten als die Metzeleien, mehr als den Tod. Und das ist die Langeweile. Die Herrschaft der Vernunft und des Internationalen Einvernehmens, die wir errichtet haben, langweilt sich einfach. 
Wir haben sie durch künstlerische Darbietungen abzulenken versucht, die sensationellen Verbrechen und der Sport haben uns zwanzig Jahre gewinnen lassen, aber nun zieht nichts mehr, die Welt ist aller Dinge überdrüssig, selbst des Boxsports. 

Der Hass allein kann die Menschen einen. Wir brauchen einen sichtbaren Feind. Leider gibt es ihn nicht.“ 

An dieser Stelle beenden wir die Fragmentale Einleitung in das Thema dass in der vollständigen RundfunkEssay natürlich auch mit der Prognose und der Vision den Blick ins Dritte Jahrtausend, verfasst von Heinrich Schirmbeck ermöglicht.

Doch bevor wir uns diesen weiteren Aspekten und den Inhalten zuwenden, sollten wir vielleicht doch einmal innehalten.
Ein Innehalten um einen möglichen Vergleich zur JetztZeit zu ziehen, aber auch um uns die Freiheit der Universialen Möglichkeit der Heinrich Schirmbeck FriedensUniversität eG als zukünftige Institution – nicht nur den Mitgliedern – sondern auch der gesamten Bevölkerung dieses Planeten mit auf den Weg geben könnte!

Eben das was in einem Facebook Beitrag vom 18.10.2017 einer der Initiatoren der Heinrich Schirmbeck FriedensUniversität eG mit „Wir müssen jedoch zuerst beginnen uns selbst zu organisieren“ beschrieb!

Heinrich Schirmbeck „Der Autor und sein Eigentum“

Wenn wir schon von Büchern reden, dann sollten wir das tiefste und trotz aller Kommentare immer noch unausgeschöpfteste Buch dieser Welt nicht vergessen: „Die Bibel“. Ihr Schöpfungsbericht, die abgründigste und zugleich, realistischste Wahrheit über die Verfassung des Menschen. Der Sündenfall gab ihm die Freiheit, die Freiheit der Erkenntnis, die Freiheit, s e l b e r ein Schöpfer auf der ihm gemäßen Ebene zu werden, gewissermaßen ein Gott auf irdisch-planetarischer Ebene.

Und wie dem Schöpfer seine Schöpfung, nämlich der Mensch, durch Sündenfall und Freiheit gewissermaßen entglitt, so entglitt dem Menschen s e i n e Schöpfung, nämlich die Gesellschafts-, die Staaten-, Institutionen und Apparatewelt, die sogenannte „zweite Schöpfung“, die Georg Haverbeck sie genannt hat. Wie Gott des Menschen nicht mehr Herr zu werden scheint, es sei denn durch Vernichtung (zwei Ereignisse, von denen die Bibel berichtet: Sintflut und Babylonischer Turm könnten als göttliche Versuche in dieser Richtung interpretiert werden), so wird der Mensch s e i n e r Schöpfung nicht mehr Herr; sie entwickelt eine Eigengesetzlichkeit, die ihn zu vernichten droht. Karl Marx nannte das etwas euphemistisch noch die „Entfremdung“. In diesem Schema der beiden Schöpfungen, wie es die Bibel vermittelt, sehe ich die radikalste anthropologische Wahrheit, die bisher von keiner wissenschaftlichen Anthropologie übertroffen wurde. Angesicht der Drohung der Selbstvernichtung ist der Mensch auf Gedeih und Verderb aufgerufen, Formen und Ethiken des Umgangs mit sich selber und der ihn tragenden und erhaltenden Erde im innerstaatlichen und internationalen Bereich zu entwickeln, die in vielen Aspekten eine grundlegende Änderung der ethisch-politischen Verhaltensformen der bisherigen Geschichte vollziehen. Die Zeit, die ihm dazu verbleibt, ist kurz. Wir, auch Sie und ich, müssen sie nutzen, indem wir den uns verfügbaren Sektor der Literatur zu einem Modell- und Experimentierfeld der neuen Verhaltensformen machen. Literatur ist ja auch immer Verhaltenswissenschaft gewesen, das heben große Psychologen wie Freud oder Ethologen wie Lorenz freimütig zugegeben. Das Rätsel des Menschen lüftet sich bei Dostojewski doch um einen gewaltigen Spaltbreit mehr als in den fundiertesten psycho-experimentellen Analysen der modernen Verhaltensforscher. Literatur muss Friedens- und Verhaltenspädagogik werden. Ihre Modelle sind nicht wissenschaftlich- neutral und deshalb letzten Endes unwirksam sondern offenbarend, erschreckend, schlafaufrüttelnd, deutend und erlösend. Betrachten wir Literatur als eine Leiter deren Sprossen wir bis zur letzten erklimmen, um sie dann hinter uns loszulassen, weil wir ihrer nicht mehr bedürftig sind, wenn wir die Schwelle einer friedlichen, gerechten, erderhaltenden, von Herrschaft und Ausbeutung freien Welt erreicht haben. Dann ändert sich mit automatischer Logik auch die Rolle der Literatur und des Wortes. Der neue Logos wird nicht dramatisch sondern pneumatisch sein! In ihm lösen sich die psychischen Rivalitäten zur Harmonie des Weltmysterium

Die Heinrich Schirmbeck FriedensUniversität eG und Ihre Ziele!

Das Werk von Heinrich Schirmbeck, nicht nur literarisch aufgearbeitet, gibt sehr viel Spielraum für Interpretation!

Doch noch mehr Spielraum für Agitation!

Abgeleitet aus seiner Arbeit für die Friedensbewegung Deutschlands zu deren Mitbegründern er zählte, aber auch aus seiner Arbeit für die Partei „Die Grünen“ an deren Mitbegründung er einen hohen Anteil hatte!

Dies alles, aber auch seine literarischen Werke und seine von vielen bekannten Medienanstalten publizierten Rundfunkessayen, zeichnen Heinrich Schirmbeck als Universialisten.

Dass auch die Kriegsereignisse auf den Bildungsweg Heinrich Schirmbeck`s einen erheblichen Einfluss hatten, konnten wir Jahr des 100. Geburtstags von Heinrich Schirmbeck in der Ausstellung zum Leben und Werk sehr anschaulich in der Wissenschaftsstadt Darmstadt deren Bild auch Heinrich Schirmbeck nicht nur mitgetragen, sondern auch mit geprägt hat, sehr anschaulich präsentieren!

Die Ausstellung die in der Universitäts- und Landesbibliothek der TU-Darmstadt durchgeführt wurde, hat natürlich auch die Nähe zur Wissenschaft, Forschung, Lehre, aber auch zur Natur noch einmal sehr deutlich aufgezeigt.

Sein Werk – für eine Welt der Hoffnung – hat uns im Verlauf dieser Periode noch intensiver in unserem Vorhaben gestärkt, die Heinrich Schirmbeck FriedensUniversität als eG ins Leben zu rufen.

Die Aufgabestellungen und auch  die Schwerpunkte haben wir schon in der für die Universität eingerichtete WORDPressSeite beschrieben.

https://heinrichschirmbeck.wordpress.com/

Natürlich ist das noch nicht alles was wir dazu sagen können und sagen werden.

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Zur Zielsetzung der Heinrich-Schirmbeck-FriedensUniversität eG

>>Wir vertreten die Auffassung, dass die nachstehend aufgeführten Aktionsrichtlinien eine ausgezeichnete Grundlage für die Bewältigung der Probleme, Herausforderungen und Möglichkeiten der wissenschaftlichen Forschung darstellen und gleichzeitig die Förderung bestehender und neuer Partnerschaften auf nationaler, internationaler Ebene und zwischen allen im wissenschaftlichen Bereich Tätigen unterstützen. Diese Forschungsaktivitäten und Partnerschaften müssen sich an den Bedürfnissen, Wünschen und Wertvorstellungen der gesamten Menschheit orientieren und im Sinne eines dauerhaften Friedens, der Gerechtigkeit und der nachhaltigen Entwicklung die Natur achten und künftige Generationen einbeziehen.

<< Zitat aus der Präambel der Agenda (s.u.).

In diesem Sinne wird die Heinrich-Schirmbeck-FriedensUniversität ihre Bildungsziele, Methoden und Lehrpläne gemeinschaftlich gestalten.
Wir wählen diese andere Herangehensweise, um im Sinne der „Agenda für die Wissenschaft“ der UNESCO (1999) dem Frieden und unserer Zukunftssicherung zu dienen.

Wir verwirklichen bereits mit der Genossenschaft die enge Verflechtung von Studieren, Lehren und Forschen. Unsere Mitglieder handeln selbstbestimmt und selbstverantwortlich für die Gemeinschaft.

Und diese Gemeinschaft ist größer als die Zahl der Mitglieder der Genossenschaft: die Wissenschaften, die Forschung und die Lehre dienen dem Wohlergehen der gesamten Menschheit in ihrer natürlichen Umwelt:
Frieden, Zukunft, Ökologie & Ökonomie

Dabei vergessen wir auch nicht unsere gemeinsame Verantwortung gegenüber künftigen Generationen.
Die FriedensUniversität ist der Achtung der Würde der Menschen genauso verpflichtet wie der Achtung der Grundrechte im globalen Zusammenhang.

So werden wir den von Heinrich Schirmbeck erarbeiteten Weg der Brücke zwischen „The Two Cultures“ fortsetzen und mit der „Third Culture“ verbinden:
Schirmbeck vereinte in seinem Lebenswerk die Literatur mit den (Natur-)Wissenschaften. John Brockmann führte 1995 den Begriff der „Dritten Kultur“ ein, der Hegels Realphilosophie sehr nahe steht.

Die Initiatoren der
Heinrich-Schirmbeck-FriedensUniversität eG
im August 2017

 
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ES GEHT NUR DE-E S K A L A T I O N

Wenn wir über Frieden reden und die Friedensuniversität gründen, dann müssen wir auch global Zeichen setzen!

Wie die aussehen könnten? Dieser Beitrag – ein Gedankengang von Hans Wolf dem Verfasser unserer Berliner Kommentare!

Berlin, Darmstadt, Willroth, 10. Augus 2017 – Die Initiatoren der Heinrich Schirmbeck Friedensuniversität! de Eskalation

Nordkorea 2011
Im Dezember übernahm Kim Jong-un nach dem Tod seines Vaters Kim Jong-il die Staatsspitze der Demokratischen Volksrepublik Korea. Aus Sicht der neuen Führung ist 2011 ein richtungsweisendes Jahr.

Was in Europa 2011 als „arabischer Frühling“ wenn nicht gefeiert so doch wenigstens begrüßt wurde, ist aus der Sicht des nordkoreanischen Diktators in höchstem Maße bedrohlich.
Im Rahmen des Bürgerkriegs in Libyen wurde der Diktator Gaddafi im Oktober 2011 ermordet.

Libyen hatte im Jahre 2003 seinen Verzicht auf Massenvernichtungswaffen erklärt, im Jahr 2004 verzichtete Staatschef Gaddafi auf die (weitere) Entwicklung von Atomwaffen. Im Gegenzug versprachen ihm die westlichen Demokratien Hilfe und wirtschaftliche Unterstützung.

Aber auch in Tunesien und Ägypten werden die Inhaber der Macht gewaltsam gestürzt. Syrien steht kurz vor dem Ausbruch des Bürgerkriegs, dessen Folgen Europa spätestens in den Flüchtlingsströmen 2015 erreichen.

Nordkorea 2017

Aus der Sicht der Nordkoreanischen Führung garantiert alleine die Positionierung als Atommacht die Sicherheit des Staates.

Öffentlichen Äußerungen zufolge bezieht die Führung um Kim Jong-un den Untergang der Sowjetunion (Abrüstungsvereinbarungen) sowie die Entwicklung im Irak in ihre Analyse mit ein.

Nordkorea/Asien – USA/Europa/Afrika

Provokation und Konfrontation – seien es Worte seien es Taten – können diesen Konflikt in der Spirale der Gewalt nur immer schneller an die Spitze treiben. Darunter wird der gesamte Globus leiden und egal, wie dies ausgehen mag, es wird keinem von uns danach besser gehen.

Wir fordern daher alle Verantwortlichen in den Regierungen der Welt auf, ihre diplomatischen Künste und Kräfte dahingehend zu bündeln, dass der Konflikt Kim Jong-un / Donald Trump in unser aller Interesse zeitnah beigelegt werden kann.

Recherche: New York Times vom 25.03.2011, Dossier ARD Jahresrückblick 2011, Archiv Spiegel-Online